BVEA - Sonderausgabe Sozialwahlen 2011: Sozialwahl als Chance für Gerechtigkeit

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Christliche Kraft gegen soziale Ungerechtigkeit - Interview mit Georg Hupfauer ACA
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Georg Hupfauer

Christliche Kraft gegen soziale Ungerechtigkeit

Über Beiträge wieder frei entscheiden! - Keine Angst vor Urwahlen

Interview mit dem Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA), Georg Hupfauer.
Sozialwahlen im Jahr 2011. Nicht CDU und SPD streiten hier um Mehrheiten, sondern DGB und ACA kämpfen um Mandate. Es geht nicht um Parlamente, sondern um Verwaltungsräte und Vertreterversammlungen. Was bedeuten für den Bundesvorsitzenden der ACA die Sozialwahlen 2011?

Georg Hupfauer: Die Sozialwahlen sind für uns eine große Herausforderung, Solidarität und Gerechtigkeit gerade jetzt Geltung zu geben. Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Kolpingwerk und Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer-Organisationen stehen gemeinsam in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA) für die Grundsätze christlicher Sozialethik. Wir verteidigen die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denn es geht um ihr gutes Recht: Sicherheit bei Rente, Krankheit, Unfall, Pflege. Wir setzen uns ein für Entscheidungsfreiheit und Menschenwürde, für Selbstverantwortung und Selbstgestaltung im Arbeitsprozess.

  • Nicht ohne uns, das bedeutet doch, dass die ACA-Organisationen sich auch durchsetzen können. Wie sehen Sie die Chancen?

Georg Hupfauer: Politisches Gewicht gewinnen wir mit jeder Stimme. Deshalb auch unser Leitwort für die Wahlkampagne: Mit jedem Kreuz stärker! Jedes Kreuz hinter den gemeinsamen Listen von KAB, Kolpingwerk und BVEA stärkt das Kreuz der Kandidatinnen und Kandidaten, die ein Mandat übernehmen, um christliche Kraft gegen soziale Ungerechtigkeit zu setzen. Das ist eine klare Botschaft. Darin liegt unsere Chance.

  • Wenn die ACA wie im Jahr 2005 erfolgreich aus den Sozialwahlen hervorgeht, wie wird sie diese Stärke nutzen können?

Georg Hupfauer: Unser Gewicht werfen wir gemeinsam mit den Gewerkschaften in die Waagschale, weil wir die Kräfte für die Arbeitnehmerschaft bündeln müssen. Das sollen unsere Wählerinnen und Wähler wissen, wenn sie ihr Kreuz für KAB, BVEA und Kolpingwerk machen.

  • Kritik an den Sozialwahlen gibt es, weil nicht überall Wahlhandlungen stattfinden. Der Bundeswahlbeauftragte Gerald Weiß will in Zukunft mehr Urwahlen. Wie sieht das der ACA-Bundesvorsitzende?

Georg Hupfauer: In vielen Bereichen gibt es tatsächlich sogenannte Friedenswahlen. Das ist überall da der Fall, wo nur so viele Bewerbungen eingereicht werden, wie Mandate zu vergeben sind. Zwar werden dadurch Kosten gespart, aber es fehlt die Spannung, ob sich das politische Gewicht innerhalb einer Vertreterversammlung und eines Verwaltungsrates auch nicht einmal verschieben könnte. Wir setzen unsere Hoffnung auf die stattfindenden Urwahlen und konzentrieren unsere Kräfte darauf.

  • Was und Wer wird gewählt? Unterscheiden sich die Listen in ihren Wahlprogrammen?

Georg Hupfauer: Zu wählen haben die Rentenversicherten sowie die Mitglieder von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften eine Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten, die für eine persönliche Überzeugung stehen und sich freiwillig engagieren, um die Selbstverwaltung mitzugestalten. Es geht dabei darum, den gesetzlichen Spielraum zu gestalten. Unsere Mandatsträger kommen aus drei Organisationen, die als kirchliche Sozialverbände sich auch in die Politik einmischen, um die Rechte der Selbstverwaltung zu stärken. So brauchen wir bei den Krankenkassen wieder die Freiheit, über Beiträge eigenständig entscheiden zu können. In der Politik wollen wir mit der „Sockelrente“ ein Modell durchsetzen, dass die gesetzliche Rentenversicherung zukunftsfest macht.

Rundschau Redaktion

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