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zum Editorial - Inhalt der Ausgabe 2 - 2010

Zum Geleit - Werner Künkler - Fragt nicht nur danach was kann die Gesellschaft für Euch tun, sondern überlegt, was können wir für die Gesellschaft tun. So ähnlich oder in anderer Form, ist es eigentlich die grundsätzliche Forderung, ja Richtlinie für unser funktionierendes und sozial gestaltetes Gemeinwesen und für unseren sozialen Rechtsstaat. Wenn wir dann über die Medien erfahren, und auch selber spüren,dass festgestellt wird, dass Alte und Junge sich immer fremder werden, dass die Einkommensentwicklung (so eine Studie des DIW) in der Bundesrepublik immer ungerechter wird und die Anzahl der Armen in den letzten zehn Jahren ständig wächst (von 18 % auf 22 %) und eine kleine Gruppe in unserer Gesellschaft ständig reicher wird, so ist es an der Zeit, dass die Lobby und Klientelpolitik konservativer und neoliberaler Politiker endlich aufhört. mehr...

Glauben - Melanchthon – eine Herausforderung / Er wurde zum Begründer des protestantischen Gelehrtenschulwesens - Dr. Christian Homrichhausen Philippus MelanchtonDie Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind noch lange nicht überwunden, im Gegenteil! Für viele Menschen wird sie erst in diesem Jahr so richtig in ihrem Leben spürbar werden. War schon das vergangene Jahr von einem -wenn auch im internationalen Vergleich erstaunlich niedrigen- Anstieg der Arbeitslosigkeit gekennzeichnet, so wird die Krise 2010 den Arbeitsmarkt in Deutschland besonders heftig treffen. ...Dazu kommt, dass ausgerechnet dieses sog. „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander klaffen lässt, weil es Erben und Hoteliers steuerlich entlastet und bei der Kindergelderhöhung gerade die ausklammert, die sie am nötigsten hätten, die „Hartz-IV-Empfänger“. Diese bekommen die vorgesehene Kindergelderhöhung vom Regelsatz wieder abgezogen! Alleine 800 000 Kinder unter 15 leben derzeit in Deutschland unter solchen Verhältnissen - Tendenz steigend!. mehr...

Eine Begegnung mit der Moderne - Dr. Christian Homrichhausen Dass aber alle Menschen essen und trinken können und das Gute bei all ihrer Mühsal sehen, ist auch eine Gabe Gottes (Prediger 3, 13) -Essen und Trinken und die Gemeinschaft mit anderen sind für alle Menschen, ob arm oder reich, eine Erfahrung des Glücks und der Lebenszufriedenheit. Der Autor des Spruches gehörte zur Oberschicht seiner Zeit. Er baute sich Häuser, legte Gärten an, hielt Sklaven und bewirtschaftete große Viehherden, zudem war er reich an Edelmetallen und genoss die Künste als Teil seiner kultivierten Lebensart. Er bezeichnet sich selbst als einen Weisen, der im Licht geht im Gegensatz zum Toren, der in der Finsternis wandelt. Aber wachen Auges bemerkte er, dass dem Weisen seine Weisheit nichts nützt, da eine bleibende Erinnerung an ihn ebenso ungewiss ist wie die an den Toren. Dann kann die Vorsorge für die eigenen Nachfahren ein unvorhergesehenes Unglück leicht zunichte machen. Schließlich sah er, „dass nicht den Schnellen der Preis zufällt, und nicht den Helden der Sieg, nicht den Weisen das Brot, noch den Verständigen Reichtum, noch den Einsichtigen Gunst; sondern alle trifft Zeit und Zufall.“ (Pred. 9,11) - mehr...

Sicherungssysteme und Demokratie sind in Gefahr / Aktionen der Evangelischen Arbeitnehmer auf dem Ökumenischen Kirchentag 2010Unsere Hauptaktion: Am Himmelfahrtstag Nachmittag hat die Allianz für den Freien Sonntag an der Peterskirche am Marienplatz in München an der Hauptbühne vor mehreren Hundert Zuschauern ein Transparent entrollt: „Sonntag – Ein Geschenk des Himmels“. Dabei hat sich eine junge 16-jährige Kletterin spektakulär vom Kirchturm abgeseilt. Das ca. fünf mal sechs Meter große Transparent blieb während des gesamten Kirchentags dort hängen und kann bundesweit verwendet werden!..mehr...

Titel: Konjunktur - Arbeitmarkt - Sparpaket! Illusion oder Wirklichkeit? - Dr. Gerhard KühlewindKirchen warnen vor weiterer sozialen Spaltung unserer Gesellschaft „Tiefe Risse gehen durch unser Land: vor allem der durch die Massenarbeitslosigkeit hervorgerufene Riss, aber auch der wachsende Riss zwischen Wohlstand und Armut oder der noch längst nicht geschlossene Riss zwischen Ost und West.“ Diese Beschreibung unserer Gesellschaft ist keineswegs neu sondern stammt aus dem „Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland“ mit dem bezeichnenden Titel „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“ aus dem Jahre 1997.mehr...

Thema: Beschlüsse der Regierung: Lobby für die Stärkeren - Werner Künkler Titel: Beschlüsse der Regierung / Tabularasa bei den Finanzschwachen Wieviel machen die Menschen mit? Es steht wohl für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes außer Zweifel, dass gemeinsame Anstrengungen von allen angefragt sind. Die Bundesregierung hat inzwischen ihre Sparbeschlüsse bekannt gegeben. Mit vielen Worten und manchmal auch Worthülsen, immer im Plural, wurde den Menschen mitgeteilt: „Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, wir können uns nicht mehr alles leisten, was wir uns wünschen.“ „Wir wollen intelligent sparen!“ Spätestens jetzt fragen wir uns, wer hat denn über seine Verhältnisse gelebt? Denn Verursacher der Finanzkrise bis hin zu den staatlich geführten Pleitebanken und Bänkern ist ja nichts passiert, weil sie wegen der Systemrelevanz und mit deren unabsehbaren Folgen für die Gesamtwirtschaft mit einem riesigen Rettungsschirm gestützt wurden - auf Kosten der Steuerzahler! Die Menschen in unserem Lande stellen jetzt auch die Frage: Wie gerecht und sozial ist denn das Sparprogramm? ...mehr...

Thema: Finanzwirtschaft / Zahltag - Reinhard Ziegler Thema: Zahltag / Noch wird das Publikum durch Sündenböcke – heute Griechenland, morgen Spanien – abgelenkt „Ich führe Euch goldenen Zeiten entgegen“, Kaiser Wilhelm II. „Großbritanniens beste Zeit kommt erst noch“, David Cameron. „Es muss alles erst schlechter werden, damit es dann besser wird“, Angela Merkel. Beim letzten deutschen Kaiser darf man davon ausgehen, dass es Dummheit und Größenwahn waren, die ihm diese und andere törichte Worte in den Mund legten. Bei David Cameron und Angela Merkel muss befürchtet werden, dass sie ihre Zuhörer eher für dumm verkaufen wollen. Die Polit-Elite ist nicht nur faktisch, sondern auch argumentativ am Ende. Sie flüchtet sich in Durchhalte - Parolen, befiehlt der Wirtschaft das Wachsen per Gesetz und verteidigt verbissen die Alternativlosigkeit jeder Mini-Entscheidung, die morgen bereits revidiert wird. Planvolles und weitsichtiges Regieren gilt bis auf weiteres als eingestellt. ...mehr...

Die Angst vor kleinen streikbereiten Gewerkschaften geht um - Matthias Gehlhar Hinter jedem Streik lauert die Hydra der Revolution. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Arbeitgeberverband haben vor Gericht im Kampf um die Tarifeinheit gemeinsam eine Niederlage einstecken müssen. Dabei war die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zur Tarifeinheit absehbar. Die obersten Arbeitsrichter haben das gewohnte Prinzip der Tarifeinheit, ein Betrieb, ein Tarifvertrag geringer eingestuft als die grundgesetzliche Koalitionsfreiheit und die Tarifpluralität. Größte Sorge aller Beteiligten ist nun: in den Betrieben tummeln sich künftig mehrere Gewerkschaften so wie bislang schon bei Bahn und Lufthansa, es entwickeln sich ständig Arbeitskämpfe, das Tarifsystem zersplittert und am Ende haben wir englische Verhältnisse. Viele Gewerkschaften, die ständig Zoff machen. ...mehr...

Zwischenruf - Werner KünklerWie es das Grundgesetz vorsieht, ist die Tarifautonomie - das was zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt wird - unantastbar. Nun hat das Bundesarbeitsgericht mit einem Grundsatzurteil in die Tarifeinheit eingegriffen. Das heißt, nicht mehr die Mehrheiten der in einem Betrieb vorhandenen Gewerkschaftsmitglieder bestimmen die Inhalte und Wirkungsweisen eines verbindlichen bzw. allgemeinverbindlichen Tarifvertrages, sondern jede im Betrieb vertretene Gewerkschaft kann unangefochten ab jetzt Einzelverträge z. B. für einzelne Berufsgruppen wie Lokführer, Ärzte, Fluglotsen usw. mit unterschiedlichen Bedingungen und Bezahlungen aushandeln. Das vorgenannte BAG-Urteil schwächt bei allem Freiheits- und Demokratieverständnis in jeder Weise die Kampfkraft und Solidarität und Einheit der im DGB vertretenden Gewerkschaften. ...mehr...

Demografischer Orkan zieht auf - Das Ungleichgewicht der Generationen - Helmut FaberSchon lange gibt es kein Gleichgewicht der Generationen mehr: Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenrate nimmt ab. Die Sozialleistungen werden abgebaut zu Lasten der sozial Schwächsten. Die Einkommensschere geht beschämend und skandalös auseinander zu Gunsten einer Oberschicht der Gesellschaft. Hier kann man nicht mehr von Einkommen und Verdienst sprechen sondern von schamloser, unsozialer Bereicherung. Unser Rechtsstaat ist im Begriff, sich zu einem unsozialen Unrechtstaat zu verwandeln. Hier muss die Kirche und die Gemeinschaft von Christen entschiedenen Protest und die Verweigerung politischer Gefolgschaft in die Tat umsetzen. Ein gutes Beispiel ist der „Schulterschluss“ in der Stadt Oberhausen (WAZ WOB Nr. 146 ): Rat, Kirchen, soz. Einrichtungen, Gewerkschaften protestieren gegen die Sparbeschlüsse der Regierung. Muss unser bisheriges Parteiensystem zwangsläufig um sozialpolitisch alternative (auch radikal linke?) Parteien ergänzt werden?.mehr...

Entscheidend ist das Verhalten des Einzelnen Die Bewahrung der Schöpfung muss höheren Stellenwert bekommen - Rainer WekeckAls Christinnen und Christen sehen wir die Erde nicht als Zufallsprodukt einer sinnfreien Evolutionsgeschichte, sondern als Schöpfung Gottes, die er mit großer Liebe hat entstehen lassen. An der gesamten Natur und ganz besonders an allen Lebewesen hat Gott seine Freude. Deshalb gehört die Erde zuallererst Gott (Psalm 24.1) und nicht uns. Zum Staunen, zur Faszination, tiefem Respekt und großer Freude über Gottes Schöpfung lädt uns die Bibel immer wieder ein. Trotzdem ist unsere Erde auch in der christlichen Welt zu einem Materiallager degradiert worden, aus dem wir uns nach Belieben bedienen. Wir haben den Respekt vor Gottes Schöpfung verloren, und sie zu einer Ware herabgewürdigt, die wir nach Belieben für uns ausnutzen. Der hemmungslose Abbau der Bodenschätze, die Zerstörung der Regenwälder, der unbedachte Einsatz von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Pharmazeutika in der Landwirtschaft und das Verheizen der fossilen Schätze unserer Erde innerhalb weniger Generationen haben Konsequenzen, die wir erst allmählich und zögernd begreifen. . ...mehr...

Immer noch: Die sozialethischen Überlegungen des BVEA sind da! Coverbild der Handreichung Sozialethische Überlegungen-Grafik Elke Lartzeine Handreichung des BVEA - Antworten evangelischer Arbeitnehmer auf die globale Krise. Erarbeitet durch den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Arbeitskreis Theologie des BVEA.. Federführung: Matthias Gehlhar, Berlin Dr. Christian Homrichhausen, Berlin Eva-Maria Kramer, Amelinghausen Dr. Gerhard Kühlewind, Nürnberg Werner Künkler, Essen Unter Mitarbeit von: Heinrich Abelmann, Göttingen Friedhelm Broxtermann, Osnabrück Helmut Faber, Oberhausen Günter Freudenberg, Braunschweig Dr. Roland Gierth, Sulzbach Edith Hollweg, Mainz Hans-Jürgen Lorke, Nürnberg Klaus Meding, Osnabrück Klaus Reinhardt‚ Hamburg Andreas Schächtele, Karlsruhe Dieter Schaper, Gelsenkirchen Wolfgang Schifner, Bonn Dietwald Wolf, Hennigsdorf Werner Trautwein, Berlin. Verabschiedet durch die Delegiertenversammlung. Herausgeber: Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen - BVEA.mehr...
Ergebnis: Handreichung in Heftform ab Anfang November in unserer Geschäftsstelle in Essen zu beziehen. BVEA, Alfredstr. 53, 45130 Essen, Tel.: 0201 770392 - Sozialethische Überlegungen 'Arbeit, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung'
Handreichung als PDF-Datei
(Größe 1.89 MB)

 

 

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