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BVEA - Rundschau Ausgabe 3- 2009 - small logoDenkschrift im Fokus des BVEA: Laue Äußerungen helfen nicht - Werner Künkler

Denkschrift im Fokus des BVEA

Laue Äußerungen helfen nicht

In der Tat wäre eine eindeutige Aussage der EKD zu diesem Thema zugunsten der großen Zahl der Betroffenen besser gewesen.

 
Glasfabrik - Artikel Mindestlöhne
Glasfabrik

In dem Vorwort wird das Spannungsfeld von ökonomischer Vernunft und Menschenwürde angesprochen, um eine gute Lösung zu finden.Die ökonomische Vernunft ist längst weitgehend, durch die ungezähmte Gier vieler wirtschaftlich Verantwortlicher, untergegangen. Menschenwürde und ökonomische Vernunft haben, wenn sie je eine Gleichwertigkeit hatten, diese längst verloren.

Der Mindestlohn kann sicherlich nicht die Armut beenden, aber er kann sie erheblich bremsen und die Wertschätzung der Arbeit erheblich erhöhen.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert 1.Tim. 5/18

Die beste Lösung des Problems ist richtigerweise eine funktionierende Tarifautonomie. Leider haben die Gewerkschaften nicht mehr den großen Rückhalt in unserem Wirtschaftssystem und von einigen ewig Gestrigen ist das auch gewollt. Die unter (13) angesprocheneUntersuchung wirtschaftsnaher Institute, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes eine Million Arbeitsplätze kosten wird, ist reinster Zweckpessimismus.

Kaum ein Unternehmen ist aufgrund einer gerechten Lohnfindung bisher, wie in der Denkschrift angesprochen, in Konkurs gegangen bzw. in Schwierigkeiten gekommen. Wenn das passiert, so hat das meistens mit den Geschäftsmodellen unternehmerischen Versagens und einer geänderten Marktsituation zu tun, aber nichts mit so genannten „überdehnten Löhnen“. (siehe Acandor, Quelle, Porsche und die Scheffler-Gruppe etc.)

Was von einigen Politikern als untere Grenze angesehen wird, die sogenannte Sittenwidrigkeit, ist einfach absurd, wie die Untersuchungen der Hans-Böckler- Stiftung ausweisen.

Demo erste Mai für gerechten LohnLeider ist mit der Aussage dieser Denkschrift eine große Chance vertan worden, ein Veto gegen die vielen prekären und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnisse vertan worden. Ganz abgesehen davon, dass 80 % der Deutschen eine Mindestlohnregelung, die Existenzen sichert für unabdingbar halten.

Als BVEA erwarten wir von unserer Evangelischen Kirche mehr als die graue ausgewogene Meinung der Kammer der EKD für soziale Ordnung, die wieder einmal niemanden wehtun will, aber an der Mehrheit und Meinung der evangelischen Christen in Deutschland vorbei geht.

Der BVEA steht deshalb konsequent mit den Gewerkschaften und den vielen Christen, deren Meinung zu diesem Thema eine solidarischere ist, als sie die Denkschrift aufzeigt.

Werner Künkler stellvertretender Vorsitzender des BVEA, Landesverbandsvorsitzender EAB NRW

 

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