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BVEA - Rundschau - Ausgabe - 1-2009 zur StartseiteWISO - Wirtschafts- und Sozialpolitischer Ausschuss des BVEA - Sozialethische Überlegungen - Matthias Gehlhar

Auf der Zielgeraden

Sozialethische Überlegungen des BVEA

Dr. Gerhard Kühlewind,Werner Künkler, Dieter SchaperDer Wirtschafts- und Sozialpolitische Ausschuss des BVEA, besetzt mit Teilnehmern aus allen Landesverbänden geht mit den neuen „Sozialpolitischen Überlegungen“ auf die Zielgerade. In kleinen Arbeitsgruppen wurde die Beschlußvorlage für die letzte Sitzung erstellt. Die gedruckten Überlegungen werden im Herbst 2009 in der Geschäftsstelle in Essen zu bestellen sein. Das Anliegen wird durch das Vorwort Werner Künklers deutlich:

Die schwerste Wirtschafts- und Kapitalmarktkrise seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat weltweit den Glauben an die Funktionsweise des marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystems erschüttert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die bisherigen Wertmaßstäbe und Wirtschaftsideologien primär durch eine von Gier und Größenwahn geprägten Globalisierung bestimmt wurden.

Anregung und Hilfestellung ist das Ziel

Angesichts der negativen Erfahrungen mit den fatalen Auswirkungen der völlig zerrütteten internationalen Finanzwirtschaft auf die Weltwirtschaft und des immer schnelleren Strukturwandels wird man weltweit nicht mehr ohne neue soziale und ethische Standards in der Gesellschafts-, Sozial- und Finanzpolitik auskommen. Die neu erarbeiteten Sozialethischen Überlegungen des Bundesverbandes Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen wollen Anregungen und Hilfestellungen für eine dementsprechende Umgestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung geben. Der BVEA möchte dabei ganz besonders seinen Bezug zum christlichen Glauben einbringen.

Bildbeschreibung: Der Nachfolger ist in Arbeit. Dr. Gerhard Kühlewind, Dieter Schaper, Werner Künkler und der Wiso trafen sich bereits mehrfach um ein neues Grundsatzpapier zu erstellen.

Nach wie vor halten wir die sozialen Marktwirtschaft für eine der besten aller existierenden Wirtschaftsordnungen. Sie gilt es zu bewahren, aber auch fortzuentwickeln

Wir gehen davon aus, dass Gewinn- und Leistungsstreben prinzipiell kein Fehler, sondern sogar Motor unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist. Jedoch muss das unternehmerische Denken und Handeln von einer stärkeren moralischen Verantwortung geprägt sein, die nicht das Kapital sondern den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Leitmotiv muss sein: Nicht der Mensch ist für die Wirtschaft da, sondern die Wirtschaft für den Menschen. Konkret bedeutet das insbesondere auch, dass die immer stärker auseinaderklaffende Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander gehen darf sondern nach und nach geschlossen wird. Überdies muss die Ökologie die Ökonomie bestimmen, um durch eine ressourcenschonende Produktion die Schöpfung zu bewahren. Nur so kann in Zukunft der soziale Frieden und das friedliche Miteinander der Völker erhalten werden.

Matthias Gehlhar

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