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BVEA Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 4 - 2005


Archiv 4-2005 ...aus den Landesverbänden...
EAB NRW
Evangelische Arbeitnehmer-Bewegung Nordrhein-Westfalen
 

Unverständnis
Entlassungen bei Telekom
Mit großer Betroffenheit und Sorge nehmen wir als Evangelische Arbeitnehmerbewegung NRW die Ankündigung der Firma Telekom, mehr als 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen zur Kenntnis.

Leider müssen wir immer mehr zur Kenntnis nehmen, dass es gerade die großen Firmen sind, wie zuvor die Deutsche Bank, Siemens, BP usw., die nicht aus wirtschaftlicher Not zu solchen Maßnahmen greifen, sondern einseitig zu Lasten ihrer Mitarbeiter/innen, versuchen ihre Gewinne zu vervielfältigen. Ideen, Kreativität bei Dienstleistungen und Produkten scheinen wenig gefragt zu sein und Managementfehler werden kaum zur Kenntnis genommen.

Der Staat und die Steuerzahler haben z. B. gerade den vorgenannten Unternehmen jede Förderung, steuerlich usw., zukommen lassen. Wenn alle Argumente ausgehen, wird die Globalisierung zu Hilfe genommen, kaum jemand nimmt noch zur Kenntnis, dass die Bundesrepublik Deutschland nur durch die soziale Marktwirtschaft zu ihrem Ansehen und Erfolg, der als beispielhaft in der Welt gilt, gelangt ist. Soziale Marktwirtschaft heißt aber auch Partnerschaft und Mitverantwortung für unser Gemeinwesen und damit für den sozialen Frieden in unserem Land.
Wir als Evangelische Arbeitnehmerbewegung - EAB - sind davon überzeugt, dass es nicht am Leistungswillen der Mehrheit unserer Menschen im Land liegt, wenn einige Bereiche der Industrie mit großem Geschrei ihre marktwirtschaftlich und falschen und damit unsozialen Entscheidungen verteidigen, sondern an der Gier und der Unfähigkeit mancher Führungskräfte in den Unternehmen. Weil soviel in unserem Land auf dem Spiel steht, appellieren wir an alle Verantwortlichen in Gesellschaft/Kirchen, Politik und Wirtschaft, schnellstens zu handeln, damit die Arbeitslosigkeit und die damit verbundene wirtschaftliche Not großer Kreise der Bevölkerung abgewendet wird und der soziale Frieden erhalten bleibt.

Werner Künkler
Landesverbandsvorsitzender der
Evangelischen Arbeitnehmer-Bewegung Nordrhein-Westfalen