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afa Bayern

Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen
in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern  

 


Warnstreik!
 

"Gott erwartet unseren Dienst, nicht unsere Ruhe!"

Das waren die Worte des Personalratsvorsitzenden des Uni-Klinikums Erlangen, Hajo Ehnes. Ihn, aber auch die Beschäftigten konnten wir von afa und KDA Erlangen beim Warnstreik am 10. Mai durch unsere Anwesenheit unterstützen und Fakten erfahren:

Der Warnstreik war abwechselnd für die drei unterschiedlichen Arbeitsbereiche von 07:00 bis 16:00 Uhr ausgerufen und wurde von den Beschäftigten zu einem sehr hohen Prozentsatz befolgt.

Warnstreik warum? Bekannt durch die Medien ist, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TL) den Tarifabschluss zwischen ver.di sowie Bund und Kommunen nicht übernehmen will. Für Bayern hat die bayrische Staatsregierung den Tarifvertrag gekündigt.

Das bedeutet: z. B. für das Uni-Klinikum mit 5.400 Beschäftigten (ohne ärztl. Personal), dass alle 1.500 Neueinstellungen seit 2003 (= 36%!) 42 Stunden statt 38,5 Stunden Wochenarbeitszeit haben! Das macht jeden 12. Arbeitsplatz überflüssig und schädigt das Betriebsklima sowie die Patientenversorgung nachhaltig. Und wo bleibt da die Familienfreundlichkeit der Arbeitszeiten? Die 500 Neueinstellungen ab 2004 von den 1.500 trifft es noch härter: Zur längeren Arbeitszeit wird auch noch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen! Die immer wieder geforderte Binnennachfrage wird dadurch auch nicht angekurbelt!

 

Ein weiteres Beispiel: Immer mehr Beschäftigte bekommen nur noch befristete Arbeitsverträge. Eine Angestellte Ende dreißig hat nun den fünften befristeten Arbeitsvertrag und ist völlig verzweifelt. Ihr Mann und sie wünschen sich endlich ein Kind. Die Zeit zum Kinderkriegen läuft ihr davon. Doch sobald sie schwanger wäre, würde sie ganz legal nicht mehr weiterbeschäftigt! Hier verhindert der bayrische Staat als Arbeitgeber genau das, was er in Sonntagsreden gerne fordert, dass die Menschen wieder mehr Kinder kriegen sollen!

Dem Protest gegen die Verschlechterung der Arbeitszeiten, Entlohnung und Arbeitsbedingungen müssen sich viele anschließen, denn betroffen sind wir alle, ob als Arbeitnehmer oder als Patienten!

Ernst Müller,
afa Erlangen

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