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BVEA Rundschau Ausgabe 3 - 2005


Überraschende Resonanz
Kirchentag in Hannover - gute Plattform für Arbeitnehmer-Präsentation


Gut gelaunt, der allgemeinen Begeisterung entsprechend, war das Team des BVEA auf dem 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover präsent.

Ein wenig Fortune mit dem Stellplatz und eine gute Vorbereitung waren die Grundlage für drei spannende Tage auf dem Markt der Möglichkeiten. Die allgemeinen Informationen über den Verband wurden ergänzt durch einen Infostand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA). Die nahe liegende Sozialwahl gab hier die letzte Möglichkeit Unentschlossene auf die richtige Wahl einzustimmen. "Erschreckend, wie wenig die Menschen über den Sinn von Sozialwahlen informiert sind," so Dieter Schaper, der Vertreter von EAB und ACA.

Gleich zwischen dem DGB und dem Arbeitkreis Evangelischer Unternehmer (AEU) untergebracht, war der Verband auch inhaltlich gut platziert.

Die politische Lage nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen und die Situation um Hartz IV war der Zündstoff aus dem die Diskussionen waren.

Selbst Prof. Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD, und Bundeskanzler Dr. Gerhard Schröder nahmen sich Zeit, um sich über die Arbeit und die Anliegen des BVEA zu informieren.
Die farbigen Wunschbänder am Stand wurden von manchen Bekannten und Unbekannten genutzt. Auf den hellblauen Stoffstreifen konnten die offenen und verborgenen Wünsche für die Zukunft formuliert werden. Von der "Gesundheit für die Familie" bis zur "inneren Ruhe für die Menschen der Welt", wurden Friedensäußerungen, aber auch so profane, wie "Arbeit für alle" mit Filzer verewigt.
Als Blickfang wirkten wieder die Fahnen.
Das Traditionsbanner von 1900 des Evangelischen Arbeitervereins Gelsenkirchen Resse wurde von Vielen bestaunt, und von manchen zum Schutz in einen Glaskasten gewünscht.

Der Vorstand des BVEA und die Standbesatzung hatten alle Hände voll zu tun. Nicht nur die Besucher wollten betreut werden, es sollte ja auch die Informationsbörse Kirchentag genutzt werden. Neben dem Besuch interessanter Veranstaltungen wurden Kontakte zu nahe liegenden aber auch internationalen Interessierten geknüpft.
Angelehnt an das Kirchentagsmotto konnte man hier überlegen, wie man antwortet, "Wenn dein Chef dich morgen fragt". Ob man zum Beispiel seinen Arbeitsplatz für einen Jüngeren räumt, oder ob man mit weniger Geld zufrieden ist. Die Reaktionen der Kirchentagsbesucher wiesen meist in eine deutliche Richtung. Arbeit ist ein Teil Lebensqualität und die Wirtschaft ist für die Menschen da. "Wenn dein Chef dich morgen fragt." war der Anstoß zur Diskussion über Gewerkschaften, Mitbestimmung in den sozialen Sicherungssystemen, Arbeitsmarkt und Sozialwahlen 2005.
Informationen zur Sozialwahl und einiger Landesverbände wurden kompetent von der Standbesetzung weitergegeben. Für die Versorgung mit Getränken war bei der Hitze gesorgt.

Unsicherheit über die weitere Entwicklung in unserem Land kennzeichnete viele Anfragen. Die Menschen gieren nach einer einfachen Lösung aller Probleme, bei weitgehender Verschonung des Einzelnen. Scheinbar ein bundesweites Problem.

Matthias Gehlhar