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Arbeitswelt


Vor 60 Jahren

Vor Kriegsende entstanden die ersten Gewerkschaften

Noch vor dem Ende des zweiten Weltkrieges entstanden in Aachen die ersten freien deutschen Gewerkschaften. Nach 19-tägigen schweren Kämpfen hatte die 9. US-Armee am 21. Oktober Aachen, die erste deutsche Großstadt erobert.

Unmittelbar nach der Befreiung waren Gewerkschaftler aller Richtungen, christliche und sozialistische, entschlossen eine neue frei Gewerkschaft zu gründen und zwar nicht, wie in der Zeit der Weimarer Republik parteimäßig zersplittert, sondern in Form einer Einheitsgewerkschaft als wichtigste Lehre aus dem Debakel des Untergangs der Weimarer Republik und der Schreckensherrschaft der Nazi-Diktatur.

Bereits im Februar 1945 hielten sie eine erste Gewerkschaftsversammlung ab und stellten bei der Besatzungsbehörde den Antrag für eine offizielle Gründung der Gewerkschaft. Dieser Antrag wurde am 14. März 1945 genehmigt und die Gewerkschaftler schritten zur Tat. Das Modell der Aachener Gewerkschaftler wurde zum Vorbild für spätere ähnliche Versammlungen und Gründungen am Niederrhein und im Ruhrgebiet.

"Freier Deutscher Gewerkschaftsbund - Industriegruppe Bergbau"

Am 15. April 1945 nach der Eroberung des Ruhrgebiets durch die Amerikaner versammelten sich in Buer Gewerkschaftler aus 22 Zechen und einigen chemischen Werken aus Gladbeck, Bottrop, Recklinghausen und Marl. Die 120 versammelten Delegierten gründeten einen "Freien Deutschen Gewerkschaftsbund - Industriegruppe Bergbau". Wieder einmal spielten die Bergarbeiter eine Vorreiterrolle. Vierzehn Tage später folgte eine Konferenz mit 360 Delegierten aus 56 Schachtanlagen.

Die Grundlagen für einen "Freien Deutschen Gewerkschaftsbund" wurden damit noch vor Kriegsende unter der Besatzung gelegt. Darauf konnte aufgebaut werden. Auf einer Gründungsversammlung der "Industriegewerkschaft Bergbau" wurde am 9. Dezember 1946 August Schmidt zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Hans-Georg Glaser
 
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