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Zum Geleit

 

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2004 haben wir mit vielen Arbeitnehmerproblemen hinter uns gelassen, aber siehe da, 2005 begrüßt uns aufs Neue damit. Viele Bestimmungen und Gesetze sind im Januar 2005 in Kraft getreten - nun gelten sie, und wir haben damit zu leben. Vor allem die, die jetzt mit den Folgen aus Hartz IV leben müssen. Das "Fordern" ist nun erfüllt. Und wir warten auf das "Fördern". Aber dazu brauchten wir Arbeitsplätze, die einfach nicht da sind. Im Gegenteil, wir erleben eher, dass diese weiter abgebaut werden (Opel, Karstadt, Walter...) mit steigender Tendenz. Oft sind Managementfehler die Ursache - leider wissen wir immer noch nicht so genau, welches Gehalt sie für den Abbau von Arbeitsplätzen beziehen - und dieser Offenlegung entziehen sich die meisten immer noch.

Gleichzeitig gibt es jene gut dotierten Arbeitsplätze, die von unseren gewählten Abgeordneten eingenommen werden - leider fehlt uns da die Arbeitsplatzbeschreibung. Natürlich wissen wir, dass Abgeordnete auch als Interessenvertreter ins Parlament gewählt werden - und dort auch für die Gruppen kämpfen, von denen sie gewählt wurden. Wichtig erscheint nur, dass vorher bekannt ist, ob wir Volksvertreter oder Firmenvertreter/innen wählen. Das hat mit einem gläsernen Abgeordneten noch lange nichts zu tun. Wie wäre es mit einem "fairen Handel" mit den Wähler/innen? Es gilt wohl auch hier der Satz von Martin Luther: Egal wie fromm oder gottesfürchtig sie sind, in diesem Amt können sie nicht ohne Sünde sein.

Sozialwahlen 2005: Auch wir brauchen jede Stimme!

Im Jahr 2005 stehen wieder viele Wahlen an. Wir haben an den verschiedensten Stellen die Möglichkeit, unsere Wähler-Stimme abzugeben - in eigener Sache weisen wir auf die Sozialwahlen hin und bitten, wo immer es geht, um Unterstützung und Aufklärung. Auch wir brauchen jede Stimme!

So rechte Freude konnte an diesem Jahreswechsel nicht aufkommen. Angesichts einer Flutwelle, die unzähligen Menschen entweder das Leben oder die Existenz weggespült hat, stehen wir fassungslos vor den Trümmern eines Naturereignisses.

Die gleichzeitig einsetzende Welle der Hilfsbereitschaft der Menschen, weltweit, mag jedoch ein wenig Hoffnung aufkommen lassen, dass christliche Nächstenliebe noch in den Herzen der Menschen verankert ist. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht dann im gleichen Maße verschwindet, wenn die Medien nicht mehr an erster Stelle darüber berichten.

Lange haben unsere Nachbarn uns darum beneidet, dass Bildungs- und Wissensvermittlung an Universitäten und Fachhochschulen ohne Zuzahlung möglich war. Das gehört nun wohl der Vergangenheit an. Schade! Wie es aussieht, verabschieden sich unsere Länderregierungen aus der Aufgabe, mit Schwerpunkt in Bildung zu investieren. Es war eine der großen sozialen Errungenschaften in diesem Land, allen bildungswilligen jungen Menschen die Möglichkeiten offen zu halten zu studieren. Dass in diesem Bereich viel zu verbessern ist, steht außer Frage. Nun werden die Diskussionen um die Kosten für Bildung und Ausbildung wieder in die Familien gebracht - und angesichts der hohen Arbeitslosigkeit wird so manche/r fähige bildungswillige Jugendliche nicht in den Genuss dieser Bildung kommen. Dabei müssten wir gerade jetzt durch exzellente Ausbildungsmöglichkeiten in unsere Zukunft investieren. Und da ist jede/r wichtig.

Gerade jetzt durch Bildung in unsere Zukunft investieren.

Zuschüsse soll es ja geben - man überlegt noch! Aber mit welchen Hypotheken treten diese jungen Menschen dann in ihr Arbeitsleben ein?

Der diesjährige Deutsche Evangelische Kirchentag steht unter dem Motto " Wenn dein Kind dich morgen fragt...". Ich wünsche uns allen gute, Segen bringende Antworten, nicht nur in diesem Jahr.

Brunhild Bald
Bundesvorsitzende des BVEA
 
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