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23.08.2005

____________________...Aktuelles

BVEA Rundschau Ausgabe 1 - 2005


Arbeitsmarkt


Vorsicht 1-Euro-Jobs
Bedenken auch bei Kirche, Diakonie und Caritas.

Eine Sammlung
Die Zahl der kritischen, warnenden und ablehnenden Stimmen von Seiten der Gewerkschaften und der Sozialverbände zu den Ein-Euro-Jobs nimmt zu. Wie aus den angeführten Beispielen ersichtlich, wachsen die Bedenken auch bei Kirche, Diakonie und Caritas.

  Quelle:
  • Notwendige Einsparungen werden nur dann Akzeptanz finden, wenn Lasten und Leistungen gerecht verteilt sind.

  • Wir brauchen mehr gesellschaftliche Solidarität und Zusammenhalt in Deutschland, wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze und um eine gerechte Verteilung von Arbeit geht.

  • Fordern und Fördern müssen gleichgewichtig sein. Stattdessen werden die Sanktionsregelungen (Strafandrohung) überbetont.

  • Nicht vorhandene Arbeitnehmerrechte, eine symbolische Bezahlung und in der Regel fehlende Vollschicht verhindern, dass die Arbeitslosen tatsächlich an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden.

  • Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration. sollten die volle Ausstattung mit üblichen Rechten von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sowie eine existenzsichernde Entlohnung gewährleisten.

  • Es bedarf dringend einer Stärkung der Rechte des Arbeitslosen gegenüber dem Fallmanager.

  • Die vorgeschlagenen Sanktionen (Kürzung der Leistung) suggerieren, dass die hohe Arbeitslosigkeit auf eine weit verbreitete Arbeitsunlust zurückzuführen wäre. Dem ist nicht so.

Diakonisches Werk der EKD

  • Den ALG II Erwerbslosen wird keine Erwerbsarbeit mehr angeboten, sondern die Pflicht auferlegt, in einem rechtlich prekären Status eine Gegenleistung für das ALG II zu erbringen.

  • Öffentlich geförderte Arbeit muss sozialversicherungspflichtig und rechtlich gleich gestellte Arbeit sein.

  • Wenn die Wohlfahrtsverbände ihre sozialanwaltliche Funktion für von Armut und Ausgrenzung bedrohte Bürger/innen und soziale Gerechtigkeit längerfristig wahrnehmen wollen, können sie sich nicht als Branche für 1-Euro-Jobs zur Verfügung stellen. Es droht der Verlust an Glaubwürdigkeit.

  • Sind die 1-Euro-Jobs erst ein Mal etabliert, werden sie zur Selbstverständlichkeit.

Labournet Express 12/4
  • Es ist Augenwischerei zu übersehen, dass 1-Euro-Jobs eben doch "echte" Arbeitsplätze ersetzen können.

Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
  • Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandentschädigungen dürfen nicht zur Verdrängung von Arbeitsplätzen führen.

Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

  • Wir warnen vor einem Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt des sozialen Bereichs durch Einsätze zu Dumpingpreisen.

  • 1-Euro-Kräfte dürfen nicht in die Kategorie der Ehrenamtlichen getrieben werden.

Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg
  • 1-Euro-Jobs werden . zum Abbau regulärer Arbeitsplätze beitragen.

  • Die Verbreitung des Phänomens der "working poor" ist abzulehnen.

  • Arbeitsgelegenheiten sind keine Voraussetzungen für einen Start in das Berufsleben.

Mecklenburgische und Pommersche Evangelische Kirche

  • Es wäre absurd, Leute gegen ihren Willen mit Aufgaben beispielsweise im sozialen Bereich zu betrauen.

Ulrich Walwei
FR-Interview
  • Statt gegen den Sozialabbau zu kämpfen, machen die Sozialverbände die "Arbeitsgelegenheiten" gesellschaftsfähig.

  • Kirche, Caritas und Diakonie befinden sich auf Schlingerkurs.

Klaus Störch: Kirche, Diakonie, Caritas und Hartz IV, Labournet
  • Wenn die Arbeitslosen nicht qualifiziert werden können, dann bieten wir künftig auch keine 1-Euro-Jobs mehr an.

Caritas Bistum Essen, WAZ 26.01.05

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