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EAB NRW

Evangelische Arbeitnehmer - Bewegung NRW

 


Im Osten was Neues?

Studiengruppe besucht Frankfurt/Oder und die Europa- Universität Viadrina
Zur Vergrösserung
(von r.n.l.) Ulrich Zimmer, Peter Mahlich,
Jürgen Widera, Birgit Kohse, Helmut Faber,
Heinz Günter Piper, Dörte Flader,
Trautel Faber, Jutta Quilitzsch,
Johannes Simang, Matthias Jung

Zu einem Erfahrungsaustausch über Strukturwandel, regionale Arbeitsmarktpolitik und Auswirkungen der EU-Osterweiterung traf sich eine Gruppe aus Vertretern des KDA, der EAB und des SEB (Sozialethischer Beirat) aus Duisburg, Oberhausen und Essen mit Vertretern der kirchlichen Handwerkerarbeit in Müllrose bei Frankfurt/Oder.

Das Programm dieser Begegnung war vorbereitet von Johannes Simang, Gemeindepfarrer in Müllrose und Beauftragter für die AG "Kirche und Handwerk" sowie dem ebenfalls in Müllrose ansässigen Unternehmer Ulrich Zimmer.

Das Besuchsprogramm vermittelte einen Eindruck von der lebendigen Vernetzung zwischen Kirche, Handwerkerschaft, Kommune und Region. Der Geschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt/Oder, Jürgen Watzlaw, beschrieb eindrücklich die wirtschaftliche und demografische Entwicklung im östlichen Landesteil Brandenburgs. An die Stelle industrieller Produktion ist die Dienstleistung getreten, die mit großer Anstrengung und erheblichen Risiken vom Mittelstand erbracht wird. Erschwerend ist besonders das Lohngefälle zwischen Deutschland und den östlichen EU-Ländern. Frankfurt/Oder verfügt derzeit über keine nennenswerte Industrie. Das Halbleiterwerk steht leer. Die traditionsreiche Orgelbau-Firma Sauer wurde nach Müllrose verlegt und nur durch Kapitaleinsatz der Mitarbeiter vor der Insolvenz bewahrt. Seit der Wende ist die Einwohnerzahl Frankfurts von 85.000 auf 65.000 zurückgegangen. Internationale Beachtung dagegen erfährt die Stadt durch die Europa-Universität Viadrina mit 5.000 Studierenden und Partnerinstituten im polnischen Slubice. Die Besuchergruppe wurde in der Universität begrüßt und in einem einstündigen Vortrag über Studiengänge und mögliche Berufsziele informiert.

Sehr eindrücklich war im Anschluss daran die Besichtigung der Ausbildungseinrichtungen der Handwerkskammer Frankfurt/Oder: ein Ausbildungszentrum mit modernster Ausstattung. Bedauerlich allerdings wieder die Feststellung, dass vielen Auszubildenden elementare Schulkenntnisse fehlen.

In Jacobsdorf dann noch die Begegnung mit Pfarrer Andreas Althausen. Er erzählte seine Familien- und Berufsgeschichte aus DDR-Zeiten. Da wurde viel Bedrückendes und kaum Sagbares gegenwärtig, für die Jüngeren nicht vorstellbar.

Den Abschluss des Besuches bildete der Handwerker-Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Müllrose. Die traditionellen Fahnen von Innung und Handwerkerschaft säumten den Altar, Werkzeuge aller Art lagen auf den Stufen und fünfzig Besucher waren gekommen, darunter auch einige aus Eisenhüttenstadt und - wie gesagt aus Duisburg, Oberhausen und Essen.

Helmut Faber nach oben

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