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Familienunternehmen zu bestem Arbeitgeber gekürt

Die EAN Gruppe Mainz-Wiesbaden bei Boehringer in Ingelheim
Die Mitarbeiter der Mainzer EAN-Gruppe beim Besuch der Firma Boehringer in Ingelheim.  Foto: Wolfgang Reuter

Am 29. April besichtigte die Gruppe Mainz-Wiesbaden der EAN den Ingelheimer Betrieb des Pharmakonzerns Boehringer. Dieser Betrieb hatte unser Interesse geweckt, weil er bei der Studie „Deutschlands bester Arbeitgeber 2004" in der Klasse der Untenehmen mit mehr als 5000 Arbeitnehmern den ersten Platz belegt hat.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit in Deutschland an den Standorten Ingelheim und Biberach fast zehntausend Mitarbeiter, davon über 600 Auszubildende in mehr als 20 Ausbildungsberufen, ist also so groß, dass sich der Einzelne schnell als anonyme Nummer fühlen kann. Woher also kommt die starke Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Hier spielt sicher die soziale Verantwortung, die schon der Gründer wahrnahm, eine wichtige Rolle. Albert Boehringer führte bereits 1902 eine Betriebskrankenkasse, 1912 einen zweiwöchigen Urlaub mit Fahrtkostenzuschuss und 1912 eine betriebliche Altersversorgung ein. Die derzeitigen Inhaber, noch immer ist das Unternehmen im Besitz der Familie des Gründers, pflegen dieses soziale Engagement weiter. Es verwundert also nicht, dass ein Arbeitsplatz bei Boehringer selbst in Zeiten der Hochkonjunktur und des Arbeitskräftemangels begehrt war.

Soziale Verantwortung des Unternehmens stärkt die Identifikation der Arbeitnehmer

Zunächst stellte das 1885 gegründete Unternehmen Salze der Weinsäure her. Später wurde die Produktpalette durch Chemikalien zur Herstellung von Backpulver und Brauselimonade und vor allem durch die „biotechnische" Herstellung von Milchsäure erweitert. Da Boehringer einen großen Teil seiner Produkte an Apotheken vertrieb, war der Schritt zur Produktion industriell hergestellter Arzneimittel logisch.

Heute ist der Name des Ingelheimer Unternehmens mit dem Betrieb in Biberach, der aus der Dr. Karl Thomae GmbH hervorgegangen ist und in dem sich vor allem die Forschung konzentriert, in aller Welt wegen der vielfältigen Arzneimittel bekannt.

Nach der Führung durch das weitläufige Werksgelände, in dem es viele Grünflächen gibt und das sehr sauber und gepflegt ist, konnten wir mit einem Mitarbeiter der Personalleitung über die jetzigen Arbeitsbedingungen im Hause sprechen. Hierbei ergab sich eine Diskussion um Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit oder Projektbezogenes Arbeiten. Besonders an diesem Punkt waren die Meinungen sehr unterschiedlich. Besteht hier doch die Gefahr eines derart starken Engagements verantwortlicher Mitarbeiter für ihre Arbeit, dass sie zum Workaholic werden und dabei familiäre und persönliche soziale Kontakte zerstören.

Klaus Hollweg

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