Sie sind hier:  BVEA "Modernisieren oder abreißen / Delegiertenversammlung 2004 - Matthias Gehlhar"
Zurück ] [ Willkommen ] [ Nach oben ] [ Weiter ]

 Suche:

...BVEA Archiv 2-2004

 

Inhalt Archiv / Ausgabe BVEA Rundschau 2-2004


Inhalt Archiv 2-2004
aus den Landesverbänden:

 

afa Bayern

Nachrichten der afa Bayern

afa Thüringen

EAB NRW

EAN Baden

EAN Berlin- Brandenburg

Ordnete die Antragsflut: Vorsitzender der Antragskommission Werner v. Hagen

Machte Mut zur ehrenamtlichen Arbeit: OKR Zimmermann aus Thüringen

Vehementes Plädoyer für die Mitarbeit zur Sozialwahl 2005: Dieter Schaper aus Gelsenkirchen

Wies auf die unterschiedlichen Interessenlagen in der EKD und dem BVEA hin und mahnte Strukturreformen im Verband an: Matthias Gehlhar, Bundesgeschäftsführer

Die Mitbestimmung auch bei den Versicherungsträgern ist zu erhalten. Die Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit ist abzulehnen: Karl Nothof, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) skizzierte die Wahlplattform für die Sozialwahlen.
Forderte stärkere Unterstützung unserer Kirche bei der Durchführung der Sozialwahlen 2005: Roland Steuerwald, Vorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft (EAG)

Stellte seine Ideen zur Zukunft der Industrie- und Sozialarbeit und für die Weiterführung der Akademie in Friedewald vor: Volker Hergenhan, Direktor der Sozialakademie Friedewald
Delegiertenversammlung BVEA 2004
BVEA

Renovieren, modernisieren oder abreißen?

Delegiertenversammlung des BVEA diskutiert die Zukunft und verabschiedet politische Forderungen/ Besuch bei Carl Zeiss in Jena

Neben der Verabschiedung von dreizehn politischen Anträgen diskutierten die aus der gesamten Bundesrepublik angereisten Delegierten in Jena die Zukunft der evangelischen Arbeitnehmerarbeit unter den neuen Rahmenbedingungen der EKD.

Gemeinsam sind wir stark: Pfr. Sigrid Reihs, Vorsitzende des KDA stieß mit ihren Kooperationsüberlegungen auf Skepsis, Brunhild Bald, Vorsitzende des BVEA, verband Sachzwänge mit Zukunftsvisionen

60 Delegierte aus fünfzehn Landesverbänden trafen sich im schönen Jena zu ihrer regelmäßigen Delegiertenversammlung. Roland Walther, Geschäftsführer des gastgebenden Landesverbandes, organisierte eine Besichtigung der Produktionsanlagen von Carl Zeiss in Jena. Die Erkenntnisse aus diesem Besuch, bei einem weltführenden Industriebetrieb und dessen Ideen, in einer strukturarmen Region erfolgreich  zu sein, brachten die Delegierten in die richtige Form über strukturelle Veränderungen in unserer Republik zu diskutieren.

Der Leiter der Akademie in Thüringen, Thomas A. Seidel, machte den anwesenden Ehrenamtlichen Mut in den Bemühungen nicht nachzulassen, sich für die sozial Schwachen einzusetzen. OKR Zimmermann verdeutlichte in seinem Grußwort, dass zukünftig in unserer Kirche noch mehr auf die Laien zurückgegriffen werden muss, da die finanziellen Mittel immer weniger werden.

Berliner unter sich: Hans-Joachim Bieletzki, Bundesvorstand, Dr. Christian Homrichhausen, Vorstand der EAN Berlin-Brandenburg, Matthias Gehlhar, Bundesgeschäftsführer BVEA

Pfarrerin Sigrid Reihs, neue Vorsitzende des KDA, zeigte Perspektiven der evangelischen Arbeitnehmerarbeit auf, die in einer Bündelung der Kräfte in Hannover beheimatet sein sollen. Das geplante Kompetenzzentrum in Hannover, einem Zusammenschluss unterschiedlicher Verbände, war auch gleich heftigst umstritten. Die Delegierten machten deutlich, dass ein Umzug nach Hannover auf jeden Fall nur die zweitbeste Lösung ist. Der Standort Berlin wurde von Allen gerade in der heutigen Zeit als enorm wichtig unterstrichen.

Einer besseren Zusammenarbeit und einer besseren Absprache unterschiedlicher Aktionen stehen alle offen gegenüber. Den bisherigen Ankündigungen unserer Kirche ist zu entnehmen, dass zukünftig für die evangelische Arbeitnehmerarbeit nicht mehr so viel Mittel zur Verfügung stehen. Brunhild Bald, Bundesvorsitzende des BVEA, machte deutlich, dass die evangelische Arbeitnehmerorganisation selbstständig auch politisch agieren wird. Dennoch sind wir jederzeit bereit mit anderen Verbänden zu kooperieren. Eine Beschneidung des BVEA in seinen politischen Äußerungen würde unsere Aufgabe konterkarieren und das Vertrauen der Landesverbände in den Bundesverband schmälern. Einerseits eine bessere Kooperation und Absprache mit den Landesverbänden und andererseits eine zukünftig einheitlichere Meinung für die Evangelische Kirche zu präsentieren muss unser Ziel sein.

Ausgeglichener Haushalt, aber kaum gute Nachrichten: Schatzmeister Wolfgang Heinze

Die Bundesvorsitzende stellte die Reformbemühungen unserer Bundesregierung als Schritt in die richtige Richtung dar, bezweifelte aber, dass bei der chaotischen Informationspolitik der Regierung und einer Menge handwerklicher Fehler, die Bürger unseres Landes von der Richtigkeit zu überzeugen sind. Sie warnte die Delegierten davor, als Besitzstandswahrer aufzutreten und erinnerte an die Offenheit für neue Ideen, die den evangelischen Christen nachgesagt wird.

Gleichzeitig unterstrich sie, dass die evangelische Arbeitnehmerorganisation immer eine schützende Hand über die sozial Schwachen gehalten hat und dies auch in Zukunft tun wird.

Die der Antragskommission unter der Leitung von Werner von Hagen, vorgelegten Anträge bargen eine Menge Zündstoff. 90 % der Anträge wurden nach Diskussion angenommen und an die entsprechenden Stellen versandt. Einige Anträge aus dem Süden der Republik beinhalteten technische Ablauffragen bezüglich der Sozialwahlen. Drei Anträge beinhalteten Anfragen bezüglich der Entwicklung unserer politischen Landschaft und Umgangsformen in unserem Land. Vor allem die bildungspolitischen Vorschläge aus

Hamburg wurden inzwischen als beachtlicher Diskussionsbeitrag gewürdigt und von entsprechenden Stellen beantwortet.

Auch in Thüringen hat alles geklappt: Heike Schenk, Anne Nippe, Elke Hellmers aus der BVEA-Geschäftsstelle in Berlin

Der Bundesverband hat zwei Organisationen als Mitglieder verloren. Der Verband Evangelischer Vereine (VEV) Bayern und die Arbeitsgemeinschaft Soziologie und Theologie (AST) haben ihre Arbeit eingestellt. Auch die anderen Verbände beklagen mit wenigen Ausnahmen die schwierigeren Rahmenbedingungen für die Arbeit. Die Evangelischen Arbeitnehmerschaften stehen zunehmend unter Druck, ihre Haushalte ohne Unterstützung der Landeskirchen zu decken.

Es wird sich in naher Zukunft einiges verändern. Die Delegierten haben ihre Beweglichkeit angedeutet, ohne auf Traditionslinien zu verzichten.

Matthias Gehlhar

nach oben

 zur Druckversion


 WillkommenBundesverband  -  Vorstellung  -  Vorstand  -  GeschäftsstelleImpressum - Landesverbände - TermineBVEA RundschauBVEA  Aktuell"Links"
Inhaltsverzeichnis in Listenform - BVEA-Archiv  

Der BVEA ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich


BVEA

Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.

 Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte

Tel.: 030  283 95 151 - Fax: 030  283 95 167 - mail: aus spam-gründen mail-adresse als bild