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in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern  

 

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Politiker nur noch Statisten der Wirtschaft?

afa-Diskussionsabende informierten u.a. über Auswirkungen der Globalisierung

Der Einfluss der Regierungen auf wirtschaftliche Entscheidungen ist begrenzt, doch sie sollten wenigstens ihre geringen Möglichkeiten voll ausschöpfen. Dies forderte Helmut Grau vom KDA bei einem Vortrag der "Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa)".

Als Problem, "das uns auf den Nägeln brennt", bezeichnet die Schwandorfer afa-Kontaktbeauftragte Monika Walter das Thema. Helmut Grau vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche (KDA) griff in seinem Vortrag die Machtstellung der Interessenverbände und Lobbyisten in Politik und Wirtschaft auf. Grundsätzlich könnten sie nicht daran gehindert werden, etwas für ihre Klientel zu tun. Andererseits dürfe es aber auch nicht so sein, dass die Politik gegen bestimmte Dinge nichts auszurichten vermöge. Als nächsten Punkt beleuchtete der Referent die Politik und Ökonomie in der EU. Hier sei festzuhalten, dass die meisten Länder keine marktwirtschaftliche Verfassung hätten.

 Versuche, gemeinsame sozialpolitische Grundsätze in allen EU-Staaten durchzusetzen, seien wiederholt gescheitert, bedauerte Grau. Eine Ausnahme stelle nur die Beschäftigungspolitik dar. Wer jedoch genauer hinsehe, müsse erkennen, dass es sich dabei um Einzelfallregelungen handle. In der Diskussion wurde viel Kritik an der Politik und ihren Repräsentanten laut. Die afa- Sozialsekretärin Anita Voss sagte, sie habe den Eindruck, als wären die Politiker nun mehr die Statisten der Wirtschaft. Sie müssten sich von Aufsichtsratsposten trennen, weil sie sonst befangen seien. Die Last der Reformgesetze werde ganz den kleinen Leuten aufgehalst, sagte Voss. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich auch bei uns immer mehr, stellte die Sozialexpertin fest und sagte: "Wenn die Zahl der Millionäre auch in Cham und Weiden angestiegen ist, kann doch etwas nicht mehr stimmen".


Brücke zwischen Kirche und Arbeitswelt

Vorne von links: Bereichsvorstand Christa Zink, die Gründungs-mitglieder Ermin Luther, Rudi Bauer und Heinrich Luther sowie Sozialsekretärin Evi Pohl. Dahinter von links: Pfarrer Reinhard Kern, Bürgermeisterin Bettina Bärmann, afa-Mitarbeiter Manfred Hübner, afa-Geschäftsführer Martin Becher, ehemaliger Sozialsekretär Wilhelm Krautschneider und afa-Landesvorsitzender Karl-Heinz Seidel

Mit einem Festakt beging die afa Niederwerrn (Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) das Jubiläum ihres 25-jährigen Bestehens. Die afa, so Bereichsvorsitzende Christa Zink, will eine Brücke schlagen zwischen Kirche und Arbeitswelt.

Die politische Solidargemeinschaft leiste viel im Bereich der Erwachsenenbildung, sei parteipolitisch neutral, kenne keine Mitgliedschaft und keinen Pflichtbeitrag. Jeder könne mitarbeiten, egal welcher Konfession er angehöre. Die afa veranstaltete laut Zink zahlreiche Seminare in Rhetorik oder zu den Themenbereichen Genmanipulation, alternative Energien, Rentenrecht, Sozialcharta der EU, europäische Währungsunion und vieles mehr. Im Rahmen des Festakts wurden die Gründungsmitglieder Rudi Bauer, Ermin und Heinrich Luther für ihre 25-jährige Zugehörigkeit geehrt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Bettina Barmann sprach sich in ihrem Grußwort für mehr Öffentlichkeitsarbeit aus.

 


"Politik reagiert viel zu langsam"

"Dass wir auf dieser Erde leben können, ist ein Geschenk Gottes. Sie sollte deshalb als seine Schöpfung bewahrt bleiben". Diesen Grundsatz stellte der Nürnberger Sozialpfarrer Klaus Wunderlich voran. Er sprach im evangelischen Gemeindezentrum zu "Die Schöpfung bewahren? Ökologie und Ökonomie im Widerstreit".

"Es ist ein urchristliches und urbiblisches Anliegen, die Schöpfung zu bewahren. Ohne sie gibt es kein Leben, keine Ökonomie, keine Gewinnmaximierung und keine Börse. Wenn die Oase nicht bewahrt wird, siegt die Wüste. Das heißt für uns Christen: wir gehören zur Minderheit, die fundamentale Wahrheit erkennt und benennt, aber bei alledem nicht meinungsbildend ist und schon gar nicht das wirtschaftliche Handeln bestimmt. Denn die Wölfe heulen woanders", so der Sozialpfarrer, um dann die Ökonomie als kapitalistisches Prinzip vorzustellen.

Die bayerische Landeskirche hat sich mehrfach zur ökologischen Wirtschaft geäußert und die EKD macht sich seit langem für eine ökologische Wirtschaft stark. Aber wo sind die Proteste bei konkreten Situationen? Auch der Weltrat der Kirchen wendet sich seit langem gegen die Ausbeutung durch Multis und kennt die Auswirkungen auf die Opfer.


Inhalt Archiv / Ausgabe BVEA Rundschau 2-2004


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