Sie sind hier:  BVEA "Archiv 1-2004 ASS - 50 Jahre - Bericht von Erwin Ortmann"
Zurück ] [ Willkommen ] [ Nach oben ]

 Suche:

...BVEA Archiv 1-2004


Politik

Tanz der Rotstifte

Die evangelischen Sozialsekretäre sehen im Rückspiegel ihre neue Zukunft

Auf rund 70 Seiten beeindruckt die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Sozialsekretäre (ASS) mit ihrer 50jährigen Tätigkeit in den evangelischen Landeskirchen. Die Broschüre erschien Anfang Dezember 2003. Der evangelische Weg zur industriellen Arbeiterschaft, er begann Ende der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts, ist an sein Ende gekommen.

In der aufkommenden Wissens- und Info-Gesellschaft müssen andere Instrumente und Wege erprobt werden. Frauen und Männer als Mobbing-Berater, z.B. für Betriebe und Krankenkassen. Laien mit Berufserfahrung als ehrenamtlich tätige Sozialsekretäre. Wegen der möglichen flexiblen Arbeitszeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf selbstständig Tätige, auf Schichtarbeiter, aber auch auf Rentner.

50 Jahre ASS - Broschüre
Ansprechpartner: Frau H. Kipping, Evangelische Sozialakademie, Schlossstraße 2, 57520 Friedewald/Westerwald

In den Landeskirchen tanzen die Rotstifte, ab 2005 werden die großen Sparschritte Wirkung zeigen. Proteste riefen sie schon jetzt hervor. Trotz der riesigen Immobilien der Kirchen, blieben die Finanzausschüsse hart, auch die hohen Pensionen müssen bezahlt werden.

Soziale Gerechtigkeit ist ein Problem von Strukturen und Machtverhältnissen

Eindringlich wird in der ASS-Broschüre die Frage gestellt, ob der soziale Protestantismus ein Stachel im Fleisch der Volkskirche bleiben wird. Ob die Bündnisse mit DGB-Gewerkschaften - generell und örtlich - mit zum Ende des Weges beigetragen haben? Ein weiterer Beitrag befasst sich mit der Lage der Evangelischen Arbeitnehmer-Bewegung vor allem im Ruhrgebiet. Ihre Gründung liegt fast 120 Jahre zurück, ein Bergmann gründete den 1. Ev. Arbeiterverein. Die EAB konnte kürzlich neue Sekretäre einstellen. Sie existiert, weil sie Mitgliedsbeiträge erhebt, einen durchstrukturierten Verband hat, eine Sterbekasse und eigene Verbandshäuser. Ihr Motto heißt: Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Die Ev. Sozialakademie Friedewald/Westerwald ist das Mutterhaus. Dipl.-Volkswirt Volker Hergenhan, Direktor der Akademie, schreibt: "Die Frage der sozialen Gerechtigkeit wird in unserer Kirche niemals mehr nur karikativ verstanden werden können, sondern immer auch als Problem von Strukturen und Machtverhältnissen."

Zu einem anderen typisch evangelischen Problem schreibt Dr. Wiedemann, ehemaliger Direktor der Akademie: "Mir erschien bereits damals die AkfA (Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) als ein Generalstab ohne Truppen. Damit waren zugleich - wie das in den letzten Jahrzehnten immer stärker wahrnehmbar wurde - die Weichen in Richtung Erwachsenenbildung anstelle sozialpolitischer Einflussnahme gestellt."

 Erwin Ortmann

Inhalt Archiv Ausgabe BVEA Rundschau 1-2004


Inhalt Archiv 1-2004 " aus den Landesverbänden:"

afa Bayern

EAB NRW

Evangelische Arbeitnehmer - Bewegung NRW

EAN Berlin- Brandenburg

nach oben


 WillkommenBundesverband  -  Vorstellung  -  Vorstand  -  GeschäftsstelleImpressum - Landesverbände - TermineBVEA RundschauBVEA  Aktuell"Links"
Inhaltsverzeichnis in Listenform - BVEA-Archiv  

Der BVEA ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich


BVEA

Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.

 Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte

Tel.: 030  283 95 151 - Fax: 030  283 95 167 - mail: aus spam-gründen mail-adresse als bild