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...aus den Landesverbänden...
EAB NRW Evangelische Arbeitnehmer - Bewegung NRW - Brief an die EKD z.Hd. Herrn Kock

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)- Kirchenamt

z. H. des Ratsvorsitzenden

Manfred Kock

Herrenhäuser Straße 12

30419 Hannover

Sozialakademie Friedewald

Beschlussvorschlag zu TOP 15 der 61. Sitzung des Rates der EKD am 10./11. Oktober 2003

Sehr geehrter, lieber Bruder Kock!

Mit großer Bestürzung haben wir Kenntnis genommen von dem o.g. Vorschlag, die Förderung der Sozialakademie Friedewald mit Ablauf des Jahres 2004 einzustellen und dem Trägerverein für das folgende Jahr nur noch Mittel für die Übergangssituation (z.B. Sozialplan) zur Verfügung zu stellen.

Wir sehen darin eine Fehlentscheidung und eine bedauerliche Verkennung der Bedeutung und Arbeitsweise der Sozialakademie Friedewald. Die unverzichtbare Leistung der Sozialakademie besteht gerade in Ihrer Nähe zu den abhängig Beschäftigten in den verschiedenen Regionen der EKD, ihrer wissenschaftlichen und politischen Kompetenz in Arbeitnehmerfragen europaweit. In sozialethischen und sozialpolitischen Fragen genießt die Sozialakademie hohes Ansehen, und steht - was von besonderer Wichtigkeit ist - den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen sehr nahe. Friedewald ist zum vertrauten Ort auch der kontroversen Auseinandersetzung geworden- Dies wird durch eine zentrale Institution der EKD nicht zu ersetzen sein.

Wenn die Ausbildung der Sozialsekretäre in Friedewald eingestellt ist, wird die Befähigung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für sozialpolitische und sozialethische Aufgaben in der Kirche, Staat und Gesellschaft, auch in der Wirtschaft, um so dringlicher, damit die evangelische Kirche verlorengegangene Kompetenz in sozialpolitischen Fragen zurückgewinnen kann. Wir möchten dies seitens der EAB mit allen Kräften unterstützen. Hier sind die Vorteile des Standortes, der Konzeption und der Mitarbeiter der Sozialakademie unbedingt zu nutzen.

Es ist eine Fehleinschätzung, dass der sachliche Ertrag der Sozialakademie die Kosten nicht rechtfertige.

In Anerkennung der Zwänge, die sich aus der Finanzlage ergeben, empfehlen wir, die der Akademie für das Jahr 2005 noch zugesagten Übergangsmittel konstruktiv und perspektiv einzusetzen. Die Mittel sollten von der Akademie für eine Umstrukturierung genutzt werden, damit unter Heranziehung des Vereinsvermögens die Arbeit fortgesetzt werden kann.

Wir bitten Sie sehr zu bedenken, dass gerade Fragen im gesellschaftlichen Bereich und Antworten der Kirche nicht nur zentral und auf höchster Ebene behandelt werden können sondern Nähe zu den Problemfeldern und den davon betroffenen Menschen braucht Friedewald ist für viele Menschen ein Zufluchtsort, ein Ort der Ermutigung und ein Lernort.

Wir grüßen Sie im Vertrauen auf ein Überdenken Ihrer Entscheidung!

Evangelische Arbeitnehmerbewegung Gesellschaftspolitischer Ausschuss

Werner Künkler

Landesverbandsvorsitzender der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.