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EAB NRW

Evangelische Arbeitnehmer - Bewegung NRW


 

Das Solidarprinzip ist unteilbar

Die Parität ist auf jeden Fall zu sichern!

Die Evangelische Arbeitnehmerbewegung Nordrhein-Westfalen ist äußerst besorgt über die durch unterschiedliche Interessen geprägte und in unterschiedliche Richtungen führende Diskussion über eine Reform des Gesundheitswesens in der Bundesrepublik Deutschland.

Vor allen Dingen über die fast täglichen Presseinformationen, in denen aus dem Gesamtzusammenhang gerissenen Einzelüberlegungen, propagiert werden die, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes immer wieder verunsichern.

Vor allen Dingen werden dort Umverteilungen der Finanzierung des Gesundheitswesens lanciert, die gerade die Schwächeren in unserer Gesellschaft belasten, wie Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Rentner jedoch kaum die Arbeitgeber bzw. die Besitzenden.

- Leider gibt es auch keinerlei verbindliche Zusagen der Arbeitgeber, dass die angedachten Maßnahmen auch wirklich Arbeitsplätze schaffen

- Die fehlenden Arbeitsplätze sind die Hauptursache der Schieflage in unserem Gesundheitswesen.

- Wir, die Evangelische Arbeitnehmer-Bewegung Nordrhein-Westfalen bezweifeln nicht, dass grundlegende Reformen im Gesundheitswesen erforderlich sind.

- Alle am Gesundheitswesen Beteiligten müssen _ wenn es um entscheidende Reformen geht _ die Lasten nach dem Solidarprinzip, wie es sich seit mehr als 100 Jahren bewährt hat, gemeinsam tragen.

- Jedes Durchlöchern dieses Prinzips schafft einseitige Belastungen der jetzt schon Schwächeren in unserer Gesellschaft und mindert nochmals das Bruttosozialprodukt. Wir denken dabei ganz besonders auch an die jungen Familien mit Kindern, die weiteren Belastungen, wie z.B. ein Eintrittsgeld von 15,- Euro für den Arztbesuch sowie einer höheren Eigenfinanzierung des Krankengeldes zu Gunsten der Lohnnebenkosten nur einseitig den Arbeitgebern Entlastung verschafft.

- Wir mahnen deshalb dringend an, die seit 1883 bewährte, paritätische Finanzierung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern nicht weiter zu durchlöchern bzw. zu verlassen.

Wir schlagen deshalb vor, dass sich alle am Wirtschaftsleben Beteiligten - dazu zählen auch Einkünfte aus Vermögen und Besitz - sich weiterhin paritätisch, entsprechend ihrer individuellen Leistungsfähigkeit (Bruttoeinkommen/Bruttoeinnahmen) beteiligen.

Alles andere ist, wie unser Bundespräsident Johannes Rau sagte, ein Rückschritt hinter Bismarck!

Wir fordern deshalb alle Verantwortlichen in unserer Gesellschaft auf in Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Lobbyisten endlich mit den nutzlosen und das soziale Klima, vergiftenden Schuldzuweisungen aufzuhören, dass Solidarität negativ als Selbstbedienung ausgelegt wird.

Eine solche Haltung und solche reden setzen den gerade von uns Deutschen teuer erarbeiteten sozialen Frieden in unserem Land aufs Spiel!

Gesellschaftspolitischer Ausschuß der EAB NRW


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Inhalt BVEA Archiv 3-2003 aus den Landesverbänden:

afa Bayern: Die Nähe zur Gewerkschaft bleibt die Idee.

afa Thüringen: Leben und Arbeiten nach der Jahrhundertflut

EAB Bayern: Walter Möbius feierte 80. Geburtstag

EAB - NRW / Gesellschaftspolitischer Ausschuss: "Das Solidarprinzip ist unteilbar"

EAB NRW: Erwerbslose werden für Altersvorsorge bestraft

EAB NRW: "Arbeit in Sicherheit" - für viele nur ein Wunsch.

EAB NRW: Am Start für den Sozialstaat

EAN - Baden: Stellungnahme der Evangelischen Arbeitnehmerschaft Baden zu den geplanten Reformen

EAN - Baden: Gelebtes Europa - Jahrestreffen der EOP in Colmar

EAN - Baden: Verabschiedung von Gerhard Langguth

EAN - Berlin - Brandenburg: Die Stasi ist ein gesamt-deutsches Problem / Die Wallraff - Enthüllung als IM ist nur der Anfang

EAN Berlin-Brandenburg Seniorenwerk: Schwächen des Einigungsvertrages und "Kennedy"

EAN Braunschweig: Seminar auf Baltrum und Tagung Nord - Kooperation

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