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Inhalt und Vorwort von Rolf Bartels

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Peter Gauweiler zum Krieg

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Frieden bewahren

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Weg aus der Krise nur über Wachstum

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Mit neuem Vorstand und frischem Wind

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Friedhelm Dahlmann - Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und der Ludwig-Fischer-Medaille der EAB

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"Zappen" - und beim Biblischen hängen bleiben /Recherche von Erwin Ortmann EAB Düsseldorf

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Presseerklärung

Frieden bewahren statt Androhung von Gewalt

Kein Krieg - Collage Elke Lartz
Mit großer Sorge sehen wir, im Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA), wie die USA im Namen der Antiterrorbekämpfung globale Machtpolitik betreiben, die nicht ohne den Bezug zur Ressource Öl zu sehen ist. Die drohende Intervention gegen einen Staat bedroht die Stabilität aller Staaten im Nahen Osten. Dabei wird das zentrale Problem dieser Region, die Befriedung von Israel - Palästina aufs Äußerste missachtet. Vielfältige Ungerechtigkeiten, Vertreibung und Leid, Opfer und Zerstörung aller "Unschuldigen" werden billigend in Kauf genommen.

Unrecht gebiert Unrecht und Gewalt eine neue Gegengewalt!

Die ungleiche Befolgung von UNO-Resolutionen - von Tel Aviv bis Bagdad - ist zum Symbol des bestehenden Unfriedens geworden; auch Zeichen willkürlicher Machtausübung. Stattdessen ist anderes gefordert: Der Kampf gegen die Ursachen der Leiden der Völker in dieser Region ist eine wichtige präventive Aufgabe der Politik, auch der Deutschen. Das verlangt humanitäre Hilfe, politische Vermittlung, Aufbauarbeit, Verständigung und Friedensinitiativen. Wir, der BVEA, unterstützen den Ansatz in der deutschen Auswärtigen-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik, diese Staaten kooperativ und konstruktiv zur Selbsthilfe zu befähigen. Hier fordern wir von unseren verantwortlichen Politikern noch mehr Initiativen, auch eine weitere europäische Abstimmung. Wir fordern dringend auf, unser Geld für den Aufbau und nicht für die Zerstörung von Staaten zu verwenden.

Unsere christliche Ethik setzt (nach dem 2. Weltkrieg) an die Stelle der Lehre vom "Gerechten Krieg" die Konzeption zum "Gerechten Frieden". Die "Neue Ethik" des "Ge-rechten Friedens" bezeichnet eindeutig den Vorrang der gewaltfreien Optionen für die Lösung von Konflikten ("prima ratio"). Dies unterstützen wir ausdrücklich. Krieg ist ein Verbrechen (in ausweglosen Situationen vielleicht die "ultima ratio") aber kein Mittel der Politik, wie uns einige Politiker glauben lassen wollen.


Krieg fordert immer Menschenleben und schon allein deshalb müssen alle menschenmöglichen Anstrengungen der verantwortlichen Politiker unternommen werden, dies zu verhindern - ob für unsere eigenen Einsatztruppen, die Zivilbevölkerung in den Zielgebieten oder auch für die anderen Länder.

Unabhängig davon betonen wir, dass Krieg kein Mittel der Politik mehr sein kann und darf, denn es geht bei der drohenden Intervention im Nahen Osten weder um Vorsorge zur Sicherheit noch um Selbstverteidigung. Vorsorgliche Angriffe, Besetzung eines Landes oder die Zerstörung seiner Infrastruktur können nicht hingenommen werden und sind verwerflich.

"Krieg bedeutet, prägnant und ohne Abstriche, das Scheitern von Politik. Das Drohen mit Krieg ist keine verantwortbare Politik".

Das Ziel christlicher Ethik im Denken und Tun ist niemals Krieg, sondern immer der Frieden.

Vorstand des BVEA im Januar2003


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