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Mit neuem Vorstand und frischem Wind

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"Zappen" - und beim Biblischen hängen bleiben /Recherche von Erwin Ortmann EAB Düsseldorf

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BVEA

Mit neuem Vorstand und frischem Wind

Veränderte Rahmenbedingungen als Chance begreifen

Seit einem Jahr arbeitet der neue Vorstand des BVEA. Was ist im letzten Jahr geschehen, wie stehen Landesverbände und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen da? Welche Ziele für die Zukunft haben wir im Visier?
Uelzen Bahnhof-Hundertwassersäule

Struktur

Der Wirtschafts- und Sozialpolitische Ausschuss des BVEA wurde in die Arbeitsgemeinschaft "Mensch und Arbeit" umgewandelt, die sich schon mehrfach traf und unterschiedlichste Arbeitsergebnisse vorlegen konnte. Für diese Umwandlung war eine Kostenexplosion, aber auch eine gewünschte intensivere Arbeitsmethodik verantwortlich. Wir hoffen mit dieser enger gefassten Struktur schneller und kompetenter auf brisante Themen unserer Gesellschaft reagieren zu können.

Finanzielle Situation

Die finanzielle Situation des BVEA hat sich entsprechend der allgemeinen Entwicklungen verschlechtert. Nach Jahren der Stagnation und geringen Steigerungen der finanziellen Mittel sehen wir mit der geplanten Steuerreform wieder Kürzungen ins Auge. Die Landesverbände selbst sind nicht in der Lage mit höheren Beiträgen die Kosten der Bundesgeschäftsstelle abzufedern, da sie ebenfalls mit teilweise erheblichen Kürzungen der Landeskirchen kalkulieren müssen.

Der Bundesverband als Zuschussempfänger der "Bundeszentrale für politische Bildung" hat die ihm bisher zur Verfügung gestellten Mittel immer ausgeschöpft, es können gar nicht alle Anträge befriedigt werden.

Trotz der finanziellen Knappheit ist es dem BVEA gelungen auch besondere Aktionen und Repräsentationen wahrzunehmen. So sind Auftritte während des Kirchentages, Synoden oder andere Treffen der Verbände immer eine Belastung, die aber auch zukünftig gemeistert werden wird.

Entwicklung der Landesverbände

Nachdem wir in den letzten zwei Jahren kleinere Gruppierungen, vor allem in Norddeutschland, etablieren konnten und in Süddeutschland einen neuen Landesverband (die EAG) aufgenommen haben, hat in diesem Jahr die EAN Saar die Arbeit eingestellt. Grund war weniger das Desinteresse, sondern eher eine strukturelle Überalterung, die nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Auch andere kleine Landesverbände haben Schwierigkeiten Nachfolger für Aktivisten zu finden. Der Bundesvorstand und die Bundesgeschäftsstelle werden sich intensiv um diese Problematik kümmern. In den Geschäftsstellen findet der Generationenwechsel bereits statt.

Stolz sind wir auf das, auch mit unserer Hilfe, gegründete Bürgerbüro der afa Thüringen. Dort ist mit hohem persönlichen Einsatz etwas entstanden, was man mit Fug und Recht als Basisarbeit pur bezeichnen kann. Hier werden Menschen mit Problemen betreut, Hilfestellungen gegeben und vor allen Dingen einem sehr wichtigen Element Rechnung getragen, nämlich der Erreichbarkeit, was bei unseren häufig geschlossenen Kirchen nicht unbedingt immer der Fall ist. Die afa Bayern ist auf Basis ihres Kooperationsvertrages mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt arbeitsfähig und ist in seiner Selbstständigkeit nicht angetastet. Die EAB Nordrhein-Westfalen hat ihre Bildungsstätte in Hilchenbach komplett modernisiert und fordert alle anderen Landesverbände auf, diesen Standort für Tagungen und Weiterbildungen zu nutzen.

So krumm und halten doch: Säulen des "Hundertwasserbahnhofs" in Uelzen

Blick nach Europa

Der Bundesverband und einige ihm angeschlossenen Landesverbände haben den Kontakt zu den europäischen Arbeitnehmerorganisationen gepflegt und hoffen in den nächsten Jahren nochmals zu einem europäischen Arbeitnehmertreffen nach Berlin einladen zu können. Besonders hervorzuheben sei hier die enge Beziehung zwischen der EAN Baden und der EAN Hannover mit der EOP in Frankreich. Unser Hamburger Verband RAKÜ e.V. ist ausschließlich im Bereich des Jugendaustausches im Ostseeraum tätig. Hier konnten die Kontakte zu Estland und Lettland intensiviert werden. Wir empfinden dies als ausgesprochen wichtig, da es sich hier um Beitrittsländer zur EU handelt, die noch erheblichen Nachholbedarf haben.

Wolfgang Heinze, Werner Künkler, Matthias Gehlhar

Politische Arbeit

Durch den Umzug der Bundesregierung nach Berlin und der Neupositionierung aller Verbände und Organisationen konnten Gesprächsangebote aus den unterschiedlichsten Richtungen registriert werden. Zu den politischen Parteien sowie zu Organisationen der Parlamentarier werden gute Kontakte gepflegt. Vertreter des Bundesvorstandes nehmen Einladungen zu Anhörungen zu politischen Themen regelmäßig wahr. So können wir feststellen, dass der Bekanntheitsgrad der evangelischen Arbeitnehmerorganisationen kontinuierlich gesteigert wird. Der Vorstand ist sich bewusst, dass sich durch die direkte Nähe zur Bundesregierung und zum Parlament andere Aufmerksamkeiten entwickeln. Die Zukunft wird erweisen, ob unsere Gremien in der Lage sind, dieser entsprechend größeren Verantwortung Rechnung zu tragen und unsere christlich-ethischen Vorstellungen in die aktive Politik einfließen zu lassen. Wir sind aber sicher, dass Bundespolitik ohne christliche Arbeitnehmerorganisationen, sei es nun die katholischen oder die evangelischen, um viele Facetten ärmer wäre. Wir sehen hier auch einen Prüfstein für unsere Zukunftsfähigkeit.

Neue Aufmerksamkeiten durch die Nähe zur RegierungTraditionell werden gute Kontakte auch zu den Arbeitgeberorganisationen AEU (Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer) und BDA (Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände) gepflegt und ausgebaut. Neben unseren guten Verbindungen zum DGB ist gerade der Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen, die im Bereich Wirtschaft und Arbeit miteinander handeln müssen, notwendig, um unserer demokratischen Kultur auch in Zukunft Perspektiven zu ermöglichen.


Sozialwahlen

Neben drei katholischen Arbeitnehmerorganisationen ist der BVEA einziger evangelischer Vertreter in der ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen). In diesem gemeinsamen Bündnis u. a. mit dem Kolpingwerk und der KAB treten unsere Kolleginnen und Kollegen zur Wahl der Selbstverwaltungsorgane der Sozialversicherungsträger an. Die nächste Sozialwahl findet 2005 statt. Bereits jetzt werden Wahlausschüsse und Kandidaten installiert. Wir hoffen auch in diesem Jahr ein gutes Ergebnis zu erreichen und wieder mindestens fünf bis sieben Prozent der Stimmen zu erhalten. In Listenverbindung mit dem DGB bei einigen Kassen waren die Ergebnisse noch besser. Die für diesen Zweck von unseren Kollegen gegründeten Vereine (Zwangsvoraussetzung zur Teilnahme an diesen Wahlen) arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Uns ist bewusst, dass es sich bei der Selbstverwaltung um eine wichtige Säule unserer Gesellschaft handelt. Ob es im Jahr 2005 zu einer Urwahl, zu einer Friedenswahl oder überhaupt noch einmal in dieser Art zu einer Wahl kommt, ist politisch noch nicht entschieden. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind jedenfalls gerüstet.

Sozialwahl 2005: Vorbereitungen laufen auf vollen TourenDer neue Vorstand der Bundes-ACA hat die Wahlplattform aktualisiert und sich vor allem bei der Diskussion um die Gesundheitsreform mit fachlich fundierten Vorschlägen eingebracht. Der Vorstand des BVEA hat sich für eine Politisierung dieses Wahlbündnisses stark gemacht. Erstes Arbeitsergebnis ist die Veröffentlichung "Gesundheit ist bezahlbar". Im Bundesvorstand der ACA sitzen fast ausschließlich Experten, die jahrelang bei den Sozialversicherungsträgern mitgearbeitet haben und diese ihre Erfahrungen jetzt für das Wahlbündnis gewinnbringend einsetzen. Der BVEA stellt durch seine Mitgliedsorganisationen mehr als 100 Sozial-, Finanz- und Arbeitsrichter.

Innerkirchliche Organisationen

Der BVEA ist Mitglied in der Konferenz Kirchlicher Werke und Verbände (KKWV) und setzt sich für ein gemeinsames Auftreten aller evangelischen Sozialverbände und Interessenvereinigungen ein. Unsere Zusammenarbeit mit dem Kirchenamt der EKD in Hannover, Dr. Jens Kreuter als Kontaktperson, gestaltet sich z. Zt. nach neuen Vorgaben. Wir hoffen aber, dass in Zukunft im Dienst der Sache positive Impulse entwickelt werden.

In den einzelnen Landessynoden sitzen Vertreter der evangelischen Arbeitnehmerorganisationen. Auch für die Bundessynode ist eine dauerhafte Präsenz eines Vertreters von Arbeitnehmerinteressen angestrebt. Wir stellen uns solidarisch an die Seite des KDA wenn es um die Verringerung des Engagements einzelner Landeskirchen in der Industrie- und Sozialarbeit geht. Wir halten es politisch nicht für richtig, wenn sich unsere Kirche aus dem Arbeitsfeld "Kirche und Wirtschaft" verabschiedet. Die Veränderungen in den letzten zehn Jahren in unserem Wirtschaftssystem und die rasante Entwicklung auf den Finanzmärkten machen einen Geleitschutz für unsere Kolleginnen und Kollegen unumgänglich. Hier sehen wir die Chance in einer Welt der sich ständig verändernden ethischen Werte, eine Konstante bieten zu können.

Zukunft gestalten

Die evangelischen Arbeitnehmerorganisationen, die aus der Traditionslinie der evangelischen Arbeitervereine kommen, präsentieren sich ausgesprochen stabil. Es wird zukünftig um die Intensivierung der Zusammenarbeit mit jungen Menschen in der Industrie gehen, es wird um die Ansprache der Kolleginnen und Kollegen in den neuen Branchen gehen und es wird um die Ansprache junger Familien gehen. Christsein und Gewerkschaftsarbeit widersprechen sich nicht.

Neben der RUNDSCHAU hat der Bundesverband die neuen Medien als öffentlichkeitswirksam genutzt und sich Internetseiten erstellt. Sehr erfreut sind wir über die Tatsache, dass auch einige Landesverbände die Initiative ergriffen haben und mit eigenen Internetseiten präsent sind. Unsere Zeitschrift hat sich in den letzten Jahren zu einem Diskussionsforum entwickelt, sie gibt einen sympathischen Einblick in die Arbeit unserer Landesverbände. Die Internetseiten allerdings werden hauptsächlich von Universitäten und Fachhochschulen, aber auch von interessierten Verbänden und Privatpersonen besucht. Alle Landesverbände verfügen über eine Mailbox. All dies wird ständig aktualisiert. Somit dürfen wir allen Interessierten empfehlen die Seiten www.BVEA.de zu besuchen.

Vorstandsrunde

Der Vorstand und die Bundesgeschäftsstelle blicken trotz der schwierigen Situation auf erfolgreiche Jahre zurück. Wir danken Allen, die sich mit viel Mut und Elan für die Idee der evangelischen Arbeitnehmerarbeit eingesetzt haben und hoffen, gemeinsam mit der Kraft unseres Glaubens dieses positive Ergebnis in die Zukunft fortschreiben zu können.

Matthias Gehlhar

Bundesgeschäftsführer

 

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