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Von innen heraus erneuern, ohne auf Bewährtes verzichten zu müssen / Erfahrungen und Ideen des neuen Geschäftsführers Martin Becher

Bilanz nach sieben Monaten

Im Dialog: Martin Becher, Geschäftsführer der afa Bayern (Mitte)

Mein Arbeitsplatz befindet sich in der neuen Geschäftsstelle in Nürnberg und befindet sich, dem Geist der Kooperationsvereinbarung zwischen KDA und afa entsprechend, direkt oberhalb der Diensträume des KDA, dem ich - nicht nur sinnbildlich - somit aufs Dach steigen kann.

Im ersten Halbjahr habe ich sehr viel Zeit damit verbracht, die Arbeit der Hauptamtlichen und ihre Einschätzung von den Stärken und Schwächen der afa vor Ort zu erkunden. Die mit afa - Begleitung beauftragten Sozialsekretärinnen und Sozialsekretäre sind diejenigen, die dauerhaft vor Ort sind bzw. sein können - von ihrer Motivation, ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement hängt der Erfolg der afa entscheidend ab. Deshalb habe ich mir zum Ziel gesetzt, diese Kolleg/innen so zu unterstützen, damit sie ihre afa vor Ort so begleiten können, wie es die Ehrenamtlichen wünschen. Das ist sicherlich nie so leicht, wie es sich anhört; es gibt Interessenskonflikte, Reibereien und Kommunikationsschwierigkeiten. Aber die letzten sieben Monate haben mir gezeigt, dass diese Probleme lösbar sind, da ich überall guten Willen zum gemeinsamen Handeln vorgefunden habe.Kooperationsvereinbarung

Gegen Ende des Jahres habe ich versucht, in den Bereichen (z.T. auch in den Kreisen) das Gespräch mit den Ehrenamtlichen zu führen. Bei sechs Bereichen mit einer Vielzahl von Kreisen von Burghausen bis Aschaffenburg ist es schon aus logistischen Gründen kaum möglich, überall vor Ort präsent zu sein. Aber ich habe festgestellt, dass es für die Aktiven und für mich sehr wichtig ist, über die konkrete Einzelsituation zu sprechen. Dabei habe ich versucht, Wege aufzuzeigen, mit denen wir die afa von innen heraus erneuern können, ohne auf Bewährtes verzichten zu müssen.

 

Vorhaben für das Jahr 2003:

  • Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit durch Stärkung der Bereiche

Durch die Kooperationsvereinbarung ist das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen festgeschrieben worden, wenn auch in einer sehr offenen und auslegbaren Form. In Bezug auf die Rollenklärung bei den Hauptamtlichen sind wir in den letzten Monaten schon sehr weit gekommen. In den nächsten Monaten möchte ich mich mehr der Arbeit der Ehrenamtlichen widmen. Hier sind die Bereiche mit ihren Gremien (Vorstand, Delegiertenversammlung) sehr wichtige Organe für meine Arbeit, denn sechs (Bereiche) ist eine überschaubare Anzahl. Bis Ende des Jahres sollte in allen Bereichen eine Übereinkunft über Entwicklungsziele und das entsprechende Vorgehen getroffen sein.

  • Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen

In der Kooperationsvereinbarung der afa mit dem KDA ist das Ziel formuliert, dass die Ehrenamtlichen möglichst selbstständig die Arbeit der afa in ihre Hände nehmen können; den Hauptamtlichen wird dementsprechend "nur" die Aufgabe zugewiesen, die afa zu "begleiten". Allen Beteiligten in afa und KDA ist jedoch bewusst, dass Tätigkeiten wie das Organisieren von Seminaren oder die Durchführung einer politischen Aktion bestimmtes Wissen und bestimmte Fähigkeiten voraussetzen. Deshalb werden wir ab Herbst 2003 ein bayernweites Qualifizierungsprogramm für die Mitarbeit in der afa anbieten und dezentral, z.B. in den einzelnen Bereichen, durchführen.

Einen weiteren Akzent in diesem Zusammenhang bilden landesweite Schwerpunkte für die Erwachsenenbildungsveranstaltungen der afa. 2003 wird es müßig sein, in sozialpolitischer Hinsicht eine Fragestellung hervorzuheben, denn Arbeitsmarkt-, Renten-, Gesundheits-, Familien- oder Tarifpolitik sind, meist aus traurigem Anlass, gleichermaßen aktuell. In gesellschaftspolitischer Hinsicht haben wir uns jedoch entschieden, in den nächsten Jahren Fragen zu jüdischer Tradition, jüdischem Glauben und zum Verhältnis von Christen und Juden bzw. Deutschen und Juden zu bearbeiten. Auch diese Schwerpunktreihe beginnt Herbst 2003 und wird im Sommer detailliert vorgestellt.

Schließlich versuchen wir, die Öffentlichkeitsarbeit der afa zu verbessern, u.a. durch eine Neugestaltung unseres Flyers, der später ein wichtiger Baustein im geplanten Internetauftritt sein wird. Eine neue Form der Öffentlichkeitsarbeit wollen wir auch im Rahmen der Vollversammlung umsetzen.

  • Profilierung der afa und damit Unterscheidung von anderen

Ein wichtiger Schritt zu einer größeren Attraktivität der afa für jüngere Menschen ist in meinen Augen die Erarbeitung eines deutlicheren Profils. Wir müssen z.B. langfristig klären, was uns unterscheidet von Organisationen, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Worin bestehen die verschiedenen Profile von KDA und afa, von EAG und afa, von Gewerkschaften und afa? Außerdem müssen wir in der Lage sein, die auf uns zukommende Frage schlüssig zu beantworten, was wir denn anders machen als die Volkshochschulen oder die Evangelischen Bildungswerke.

Wenn wir uns selbst diese Fragen klar beantwortet haben, ist uns eine verbesserte Zusammenarbeit mit unseren Partnern möglich, denn dann wissen wir, wofür wir stehen und was wir wollen. In diesem Sinne arbeiten wir eng mit der EAG Bayern/Thüringen zusammen. Wir wollen uns stärker engagieren in den Strukturen des BVEA und dabei insbesondere dessen bayrische Vorsitzende, Bruni Bald, intensiv unterstützen - an dieser Stelle ein herzlicher Dank, liebe Bruni, für dein Engagement.

  • Durchführung und Vorbereitung einiger Großveranstaltungen

Zu den Vorhaben im Jahr 2003 gehören auch einige Großveranstaltungen, die wir durchführen und/oder zusammen mit anderen vorbereiten. An erster Stelle steht natürlich unsere Jubiläumsvollversammlung "50 Jahre afa" Ende März in Schweinfurt, an einem historischen afa-Ort. Während des gesamten Jahres bereiten wir die Studienfahrt nach Brüssel im Frühjahr 2004 vor, die wir gemeinsam mit der EAG veranstalten und deren Ergebnisse wir in den Europawahlkampf einbringen wollen. Schließlich unterstützen wir unsere "Tochterorganisation", den KDA Bayern, mit unserer Erfahrung bei 50-jährigen Jubiläen - der KDA ist 2004 dran.

  • Der Stellenwert der afa heute und zukünftig

Abschließend möchte ich noch einige Gedanken los werden, die sich auf den gegenwärtigen und den zukünftigen Stellenwert der afa beziehen.Ziel sind die betroffenen Menschen

Für mich ergibt sich eine Unterscheidung in Bezug auf den Stellenwert der afa:

- Zum einen sind wir die bayernweit tätige Arbeitnehmer/innenorganisation in der Kirche: damit verbunden ist aus meiner Sicht, dass wir die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also der abhängig Beschäftigten und der Arbeitslosen, innerhalb der evangelischen Landeskirche und ihrer Gremien vertreten. In diesem Sinne haben wir eine eindeutige und klare Lobbyfunktion, um unsere Landeskirche immer wieder daran zu erinnern, eine große Zahl von Menschen und deren Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen.

- Zum anderen sind wir die bayernweit tätige Arbeitnehmer/innenorganisation der Kirche: in diesem Sinne vertreten wir die Sichtweise von abhängig Beschäftigten in der Gesellschaft und treten auf im Namen der Institution "Kirche". Von daher haben wir Bündnispartner, die die Interessen abhängig Beschäftigter in ihren jeweiligen Bereichen vertreten. Das können die Arbeitnehmerorganisation der Volksparteien (AfA, CDA), die im parteipolitischen und parlamentarischen Bereich wirken. Oder die Gewerkschaften, versehen mit einem im Grundgesetz begründeten Auftrag der Vertretung von Arbeitnehmerinteressen in Wirtschaft und Arbeitsleben (Tarifautonomie), die ebenfalls im "vorpolitischen Raum" tätig sind. Mit diesen Bündnispartnern arbeiten wir eng zusammen; von ihnen unterscheiden wir uns nicht unbedingt in inhaltlichen Aussagen, aber in unserer Zielrichtung, denn diese ist nicht in erster Linie auf die Arbeitgeber als Tarifpartner oder den Bundestag als Gesetzgeber gerichtet. Unsere Aktivitäten richten sich direkt an die betroffenen Menschen; wir wollen ihnen Mut machen in wirtschaftlich oder persönlich schwierigen Zeiten, wir wollen sie befähigen, ihre Interessen selbst zu vertreten, wir wollen gemeinsam mit ihnen Aktionen planen und durchführen.

Martin Becher

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