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Wachsamkeit der Patienten unabdingbar

Der Landesvorsitzende Wolfgang Jeske konnte außer den Teilnehmern aus Hessen und Nassau die Referentin des Tages, Brunhild Bald, Vorsitzende des BVEA, als Gäste Pfarrerin Jutta Jeckel vom Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung, Mainz, das Vorstandsmitglied des Mittelrheinischen Verbandes Evangelischer Arbeitnehmer, Bernd Blecker, und zahlreiche Freunde der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) aus der Diözese Mainz begrüßen.

Die Andacht hielt Pfarrerin Jutta Jeckel. Sie untermauerte ihre Gedanken zum Thema solidarisches Gesundheitswesen auch durch entsprechende Bibelverse. Sie zeigte sehr deutlich auf, dass ein funktionierendes Gesundheitswesen für alle auch im Sinne des christlichen Glaubens ist..zur zweiten Seite

Landesarbeitnehmertreffen der EAN Hessen-Nassau

Die Vorsitzende des BVEA referierte zur Gesundheitsreform

Im Oktober 2002 fand das Landesarbeitnehmertreffen der EAN Hessen-Nassau in Wiesbaden statt. Thema des Tages war "Reform des Gesundheitswesens - können wir uns Krankheit noch leisten?"


Der Vorsitzende der Mainzer KAB, Cornelius Veith, betonte in seinem Grußwort, dass die Zusammenarbeit zwischen EAN und KAB seit Jahr-zehnten immer in einem guten freundschaftlichen Umgang miteinander für beide viel Positives erbracht hat und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dies auch in Zukunft so bleiben möge. Danach ging er sehr intensiv auf das Thema der Tagung ein. Dabei merkte man sehr wohl, dass ihm eine vernünftige Reform unseres Gesundheitswesens Herzenssache ist. Natürlich brachte er dabei auch sein reiches Wissen zur Sache ein, das er sich durch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Mitglied des Managements der AOK Mainz erworben hat.

Brunhild Bald nahm das von Cornelius Veith Gesagte geschickt auf und kam im Laufe ihres Referates auch immer wieder darauf zurück. Dadurch konnte sie in ihrem Referat die Erfahrungen aus ihrem Beruf intensiver vermitteln. In der Standardisierung bestimmter Leistungen von Ärzten und Kliniken sieht sie eine Chance sowohl für die Leistungserbringer als auch für die Leistungsempfänger im Gesundheitswesen.

Kann doch der Patient, sofern er sich wirklich interessiert, die erbrachten Leistungen dadurch leichter durchschauen. In dem Zusammenhang sagte sie aber auch sehr deutlich, dass gerade die Wachsamkeit der Versicherten wesentlich dazu beitragen kann, dass die Kosten im Gesundheitswesen besser in den Griff zu bekommen sind. Andererseits muss aber allen Beteiligten klar sein, eine qualitativ immer bessere Versorgung ist zum Nulltarif nicht zu haben. Nur wenn alle Sparpotenziale genutzt werden, kann die derzeit von vielen Fachleuten prognostizierte Steigerung der Kosten und damit auch der Beiträge gedämpft werden. Dazu sind viele Einzelschritte notwendig. Zum Beispiel lässt sich durch Kooperation von Kliniken die Mehrfachanschaffung von teuren Geräten vermeiden und eine bessere Auslastung dieser Geräte erreichen. Diesen Weg sind in Rheinland-Pfalz schon mehrere Kliniken, unter anderem auch in Mainz, gegangen. Fusionen mehrer Institutionen können ebenfalls erhebliche Einsparungen bringen.

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Aus Sicht der Referentin sollten endlich alle Einkommen in die solidarische Pflicht zur Sicherung unseres Gesundheitswesens genommen werden. Wer es sich leisten kann und will, hat immer noch die Möglichkeit durch zusätzliche private Vorsorge in den Genuss der sogenannten Wahlleistungen (vereinfacht gesagt als Privatpatient) zu kommen.

Sie ging auch auf die im Koalitionsvertrag der jetzigen Bundesregierung gemachten Aussagen ein, in denen sie einen guten Weg sieht. Allerdings äußerte sie auch gewisse Zweifel, ob all dies eingehalten wird.

Brunhild Bald ergänzte ihre Ausführungen sehr eindrucksvoll mit projizierten Schaubildern und Grafiken, wodurch ihr Vortrag für die Zuhörer sehr anschaulich wurde.

In der anschließenden Diskussion wurden viele Einzelaspekte noch einmal aus Sicht der Zuhörer beleuchtet. Unter anderem ging es auch darum,

dass viele gut verdienende Singles und kinderlose Ehepaare sich in jungen Jahren privat versichern, um weniger Beitrag als bei den Ersatzkassen zu zahlen, spätestens aber wenn das erste Kind kommt, in die Solidargemeinschaft der Versicherten bei den Ersatzkassen zurückkommen, weil dies jetzt billiger ist.

Ein anderer Diskussionsteilnehmer ging auf das Thema Überwachung des Arztes durch den Patienten an Hand der mit den Kassen abgerechneten Leistungen ein. Er sieht die Problematik, das der Patient vereinfacht gesagt, der Kasse mitteilen soll, dass der Arzt Leistungen in Rechnung gestellt hat, die er nicht erbracht hat. In diesem Zusammenhang ist in der derzeit versuchsweise in einigen Gebieten ein-geführten Patientenquittung (der Patient quittiert dem Arzt die erbrachten Leistungen) ein möglicher Weg zu sehen. Weitere Diskussionsteilnehmer brachten zum Teil persönliche Erfahrungen ein. So käme es immer wieder vor, dass Ärzte bestimmte Leistungen nicht erbringen wollten, da "das Budget erschöpft sei".zur Seite 4


Die Referentin ging auf die Diskussionsbeiträge meist sehr spontan ein und konnte zu den meisten Einzelfragen sehr wohl auch entsprechende Antworten geben und passende Ratschläge erteilen.

Nach der Mittagspause fuhren die Teilnehmer des Treffens zum Römermuseum nach Mainz-Kastel. Hier ist überwiegend durch die Initiative eines einzelnen Bürgers ein Museum entstanden, das die Geschichte der römischen Rheinbrücke in Mainz anschaulich darstellt. Diese Brücke war von der Mitte des ersten Jahrhunderts n. Chr. bis Mitte des fünften Jahrhunderts eine der wichtigsten Rheinübergänge des Römischen Reiches.

Alle haben an diesem Tag viel Informatives zu einem der zentralen Probleme der Gegenwart und auch aus der Geschichte der Mainzer Rheinbrücke erfahren können.

Klaus Hollweg, EAN Hessen-Nassau

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