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EAB - NRW Evangelische Arbeitnehmer Bewegung Nordrhein-Westfalen

Grundsätzliche Wertigkeit nicht verletzen

Erfolgsmodell Mitbestimmung

Ein wichtiges Thema, schon deshalb, weil es uns als Arbeitnehmer nicht weit genug geht und uns nicht von den Unwägbarkeiten und den damit verbundenen negativen Folgen der in Wirtschaft und Politik Handelnden beschützt.

Die Arbeitgeber halten unser Betriebsverfassungsgesetz und unser Mitbestimmungsgesetz für ein erfolgreiches wirtschaftliches Handeln als überholt und damit für ungeeignet. Ganz besonders dann wird die Angelegenheit immer diskutiert, wenn sich unsere Wirtschaft in einer Talsohle befindet.

Vergleiche werden herangezogen, europaweit, ja weltweit (mit dem Blick auf die Verhältnisse in den USA).

Richtig ist, dass die Bundesrepublik Deutschland, im internationalen Vergleich das weitgehendste Mitbestimmungsgesetz hat.

Richtig ist auch, dass eine gänzlich freie Marktwirtschaft niemals damit zurecht käme, weil eben einzig und alleine wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens zählt bzw. die Norm ist. Wir kennen auch die Stimmen, die uns immer wieder sagen, dass der Markt auch die Bedingungen regeln wird und

das Problem der Arbeitslosigkeit kann damit behoben werden.

Sieht man die vorgenannten Argumentationen voneinander losgelöst, kann man in der Tat einer der Ansichten folgen.

Die Ressourcen Kapital und Arbeit sind in keinem Wirtschaftssystem wegzudenken. Wird eine davon in ihrer grundlegenden Wertigkeit so verletzt, dass sie nicht mehr wirksam wird, bleibt ein großer Teil des Erfolges auf der Strecke. Wir haben mit der sozialen Marktwirtschaft eine fast natürliche Gleichwertigkeit. Jedes verantwortliche Handeln von Politik und Wirtschaft kommt niemals daran vorbei, im Einzelnen die Bedingungen zu überdenken oder zu verändern, zu verbessern, aber nicht nur zu Lasten der Arbeitnehmer(innen).

 

So sind folgende Probleme zu bewältigen:

  • Bessere Bildung und Ausbildung

  • Verbesserung der Kontrollen in den Unternehmen (auch Wirtschaftsprüfer müssen nach verbesserten Richtlinien arbeiten)

  • stärkere Fusionskontrollen

  • Erhöhung des Haftungsrisikos beim Management

  • Verbesserung der Mitbestimmung nach allen Seiten

  • Stärkung des Mittelstandes durch Erleichterungen bei Unternehmensgründungen (evtl. durch öffentliche Bürgschaften)

  • Erweiterung eines zweiten Arbeitsmarktes, ganz besonders in den Bereichen Freizeit, Pflegeberufe, Gastronomie usw. bei einer gerechten Bezahlung, gefördert aus der Arbeitslosenversicherung und der Sozialhilfe

  • Individuellere Prüfungen der Zumutbarkeitsregelung bei Arbeitsuchenden unter Einbeziehung des sozialen Umfelds (z.B. die Familie).

In kaum einer Wirtschaftsordnung der freien Welt haben Arbeitnehmer(innen) eine so große Bereitschaft, verantwortlich an guten Gesamtkonzepten mitzuarbeiten, wie in der Bundesrepublik, wenn die Parität gewahrt wird, und der erzielte Gesamtgewinn nicht nur einseitig verteilt wird.

Werner Künkler

Landesvorsitzender EAB NRW


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