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Karl-Heinz Seidel, Brunhild Bald und Klaus Wunderlich

Zufriedene Bayern:
Karl-Heinz Seidel, Vorsitzender afa Bayern, Brunhild Bald und Klaus Wunderlich

Bundesverband

Sorge um politische Kultur in unserem Land

Die Neuwahlen waren sicherlich der wichtigste Grund für die Delegierten sich nach Hamburg auf den Weg zu machen. Aber es ging auch um politische Weichenstellungen, die sich in differenzierten Anträgen ausdrückten.

Turbulenter Delegiertentag ging harmonisch zu Ende Entschliessungen:
Gesundheitswesen
Kirche als Arbeitgeber

Politische Kultur
Werner Trautwein, Wolfgang Schifner, Heinz Gärtner

Berliner unter sich:
Werner Trautwein,
frisch gekürter Vorsitzender
der EAN Berlin-Brandenburg,
Wolfgang Schifner,
Vorsitzender des Fördervereins,
Heinz Gärtner,
Vorsitzender des Seniorenwerks
der EAN BB

Die Sorge um die politische Kultur, aber auch konkrete Vorstellungen zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, waren die Themen des Tages. In einigen Reaktionen der Teilnehmer wurden unterschiedlichen Auffassungen deutlich. Vor allem der Beitrag der PDS polarisierte in breite Zustimmung und lautstarken Protest. In intensiven Diskussionen wurden die politischen Anträge hinterfragt und manch wichtige Entscheidung getroffen. Der Vorstand und die Geschäftsstelle sprachen nochmals der scheidenden Stv. Bundesvorsitzenden Cornelia Burkert ihren Dank aus, das sie in schwieriger Zeit die Arbeit so erfolgreich fortgesetzt hat.

Frau Antje Blumenthal, Vorstandsmitglied der CDA in Hamburg, nutzte die Gelegenheit auf Gemeinsamkeiten zwischen den evangelischen Arbeitnehmerorganisationen und der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft hinzuweisen und bezog sich hierbei speziell auf unsere Veröffentlichung zu dem Bundestagsentscheid zum Stammzellenimport.

Dr. Klaus Grehn, Arbeitsmarktpolitischer Sprecher der PDS machte in seinem Grußwort auf die Versäumnisse der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und deutete Zusammenarbeit bei vernünftigen Lösungen an. Peter Holldorf, Bundesvorstandsmitglied der AfA in der SPD, nahm sich ebenfalls des Themas Arbeitslosigkeit an, verwies allerdings auf das verabschiedete Job-Aktiv-Gesetz.

Rainer B. Matschke, Bundesvorsitzender des KDA wünschte dem neuen Vorstand des BVEA für die künftige Arbeit alles Gute und sprach seine Hoffnung aus, dass die Zusammenarbeit gut funktionieren möge.

Dr. Jens Kreuter von der EKD in Hannover überbrachte das Grußwort des Ratsvorsitzenden der EKD, Manfred Kock, und verdeutlichte, dass die EKD sich schon bald intensiv in politische Diskussionen einbringen wird. Er verwies auf das soziale Wort der Kirchen, aber auch darauf, dass in der jetzigen politischen Situation ein Einwirken der Kirchen auf die politischen Vorgaben in Berlin unbedingt notwendig ist. Er bezeichnete den hohen Anteil von alleinerziehenden Frauen unter den Sozialhilfeempfängern als einen Skandal. Um solchen Entwicklungen gezielt entgegenzuwirken, sei eine enge Zusammenarbeit unabdingbar und von der EKD gewünscht.

  ge

Dr.Klaus Grehn, Brunhild Bald, Werner Künkler

Brachte manchen im Saal in
Wallung:

Polarisierte in breite Zustimmung und lautstarken Protest.
Dr. Klaus Grehn, Arbeitsmarkt-politischer Sprecher der PDS
im Gespräch mit Brunhild Bald
und Werner Künkler


Entschliessungen des Delegiertentages

Kirche als Arbeitgeber

Die Kirchen sind mit ihrer Diakonie und Caritas die größten Arbeitgeber in der Bundesrepublik. Die Kirchen sind als Arbeitgeber, Eigentümer von Geld und Grundvermögen. Bauherr und Betreiber, also auch wirtschaftlich Handelnde.

Es genügt nicht, wenn die Kirchen die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und die Verhaltensweisen der darin tätigen Menschen thematisieren. Sie müssen auch ihr eigenes Handeln in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht bedenken. Das kirchliche Engagement für Änderungen in der Gesellschaft wirkt um so überzeugender, wenn es innerkirchlich seine Entsprechung findet.

Beide Kirchen sollen hiermit an das gemeinsame Wort "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" erinnert werden.

EAN Landesverband Braunschweig -Kurt von Brandenstein


Wir bitten die Kirchen den dritten Weg zu überprüfen und mit der zuständigen Gewerkschaft ver.di die Gespräche wieder aufzunehmen.

Politische Kultur

"Die 4. Delegiertenversammlung des BVEA am 23.02.2002 in Hamburg fordert die Bundesregierung und alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf, im kommenden Wahlkampf zu den bevorstehenden Wahlen zum Deutschen Bundestag am 22.09.2002, sich nicht auf Kosten von nichtdeutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu profilieren und auf jede politische Auseinandersetzung zu verzichten, die die Achtung vor der unantastbaren Menschenwürde verletzt (siehe Artikel 1 Grundgesetz) oder dem christlich-jüdischen Menschenbild widerspricht.

Die politischen Parteien sind aufgefordert, sich im Rahmen des Gemeinsamen Wortes der Kirchen zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht vom Juni 1997: "... und der Fremdling, der in deinen Toren ist" zu bewegen.

Nach dem christlichen Menschenbild sollte es auch und gerade in Wahlkampfzeiten die Verpflichtung aller Politikerinnen und Politiker sein, aus dem Geist des Evangeliums heraus für alle Menschen einzutreten, die in ihren Rechten, ihrer Würde, ihrem Wohlergehen oder ihrer Existenz bedroht sind, und zwar vollkommen unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Abstammung.

Die evangelischen Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen erinnern daran, dass es unter den Geboten Gottes nur wenige gibt, die dem Schutzgebot gegenüber Fremden und Flüchtlingen an Gewicht und Eindeutigkeit gleichkommen. Von den fünf Büchern Moses bis hin zum Pfingstbericht in der Apostelgeschichte ist die Bibel voll von Textstellen, die den Schutz der Fremden und den Respekt gegenüber den Fremden einfordern.

Wir meinen, dass jeder Versuch, sich im Wahlkampf auf Kosten von Fremden profilieren zu wollen, unweigerlich zum Erstarken von Rechtsextremismus und zur Zunahme rassistisch motivierter Straftaten führt."

Evangelische Arbeitnehmerschaft in Baden - Wolf Roßkamp

Rainer B.Matschke, Renate Chelminiecki

Interesse und Skepsis:
Rainer B. Matschke,
Bundesvorsitzender des KDA
und Renate Chelminiecki,
KDA Bundesvorstand.

Ost-West-Achse:
Roland Walter, afa Thüringen,
Walter Fuchs-Stratmann, EAN Rheinland

Dr. Jens Kreuter

Dr. Jens Kreuter
überbrachte Grüsse des EKD- Ratsvorsitzenden Manfred Kock

Peter Holldorf

Peter Holldorf,
Bundesvorstand der AfA in der SPD

Antje Blumenthal

Frau Antje Blumenthal,
Vorstand der CDA in Hamburg

Wolfgang Jeske, Edith Hollweg, Manfred Kreuter

Genug Zündstoff auch beim Kaffee:
Wolfgang Jeske
Edith Hollweg
Manfred Kreuter
EAN Hessen-Nassau

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