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Archiv 2002-1  - Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 1-2002


Jahreslosung 2002

Ja, Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen
und niemals verzagen
(Jesaja 12,2)

Wieder beginnt ein neues Jahr und wir fragen uns, was es bringen wird. Schauen wir zurück, dann war das vergangene von besonderen und bedeutsamen Ereignissen geprägt. Im Altertum bezeichnete man gern die Jahre nach einem besonderen Ereignis, z.B. "Das Jahr der großen Flut" (Babylonien) usw...

Kind mit ZeugnisWollten wir dies auch heute tun, dann wäre wohl 2001 das "Jahr des großen Terrors" und 2002 würde dann das "Jahr des Euro" genannt werden. - Doch wie wir die Jahre auch zählen oder benennen, immer ist es ein solches von Gott geschenkt, hat Höhen und Tiefen und es zeichnen sich in ihm sowohl die Gaben Gottes als auch die menschlichen Leidenschaften ab.
So hat dieses vor uns stehende Jahr bestimmt auch seine besonderen Ausprägungen. In die Geschichte wird es mit der Einführung des Euro eingehen und dieser wird noch so manches Problem mit sich bringen.

Das zweite große Ereignis werden wohl die Bundestagswahlen sein. Hoffentlich wird der Wahlkampf keine zu große Schlammschlacht. Wird alles ein Machtkampf sein - oder wird vernünftige Politik zum Wohl der Menschen und des gesamten Volkes im Vordergrund stehen? Wir sollten nicht allein auf die Parteien sehen, sondern mehr auf die Menschen, die sie repräsentieren.

Der dritte Punkt ist ein großes und uns bedrängendes und auch beängstigendes Problem: Der Kampf gegen den Terror. Wie diese Bemühungen um eine friedliche und menschenwürdige Welt aussehen werden, das wissen wir alle nicht.

Dazu nehmen wir aber auch viele Probleme mit in das neue Jahr: Arbeitslosigkeit, schwächere Konjunktur, Krankenkassenprobleme. Die Menschen werden immer älter und die Kosten steigen ständig. Es ist in allen diesen Punkten oft ein wahrer Teufelskreis zu erkennen und die Lösungen sind nur schwer zu finden. Dazu kommen dann in der ganzen Welt auch der fortschreitende Radikalismus, der Hunger in den Ländern der dritten Welt und die großen Konflikte in Mazedonien, Afghanistan, Israel, Irland.

Drängend ist auch die immer mehr um sich greifende Sinnentleerung des Lebens, die mit den Selbstmordraten einhergeht, der "Bildungsnotstand", die Reform des Schulwesens, die Notwendigkeit, zu einem geistig gefüllten Leben zurückzukehren. - Doch genug der Aufzählungen, die Wirrnis in unserer Zeit wird in allem deutlich!

Fasst man dies alles zusammen, dann wird dieses Wort des Propheten Jesaja, das über diesem neuen Jahr stehen soll, für uns besonders wichtig: Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen... - Ja, es wird uns vor Augen geführt, dass wir als Menschen eigentlich alle diese Probleme und Nöte nicht lösen können, sondern wir brauchen wirklich "Hilfe von oben", dann erst können wir hoffen und aufatmen. Da sollen wir so fordert uns der Prophet auf - "vertrauen und niemals verzagen". Das ist leicht gesagt, aber im Alltag gar nicht so leicht zu verwirklichen. Wir können hier eigentlich nur das eine tun, nämlich dieses neue Jahr dem Herrn anempfehlen und ihn bitten, dass er die Fragen und Nöte lindern und lösen hilft

Es klingt diese Aufforderung ihm zu vertrauen eigentlich einfach und für einige vielleicht sogar zu simpel. Etwa nach dem Motto: Gott wird's schon richten, kümmern wir uns nicht zu sehr darum. So ist dies aber auf keinen Fall gemeint. Wir haben als Menschen dieser Welt zu handeln und zu wirken, wichtig ist aber, von welchem Stand aus wir handeln. Ist es nur unser menschlicher Verstand den wir einsetzen und der zu leicht von egoistischen Zielen bestimmt werden kann. Oder ist es ein göttlicher Maßstab, der uns Menschen geschenkt wird? Selbstlos nach dem Willen Gottes zu leben und alles zu tun ist nicht leicht, erfordert von uns auch Anstrengung uns selbst zu überwinden und dem großen Rahmen Gottes Platz zu geben. Damit sind aber nicht nur die Menschen gefordert, die das große Sagen in unserer Zeit haben, sondern dies gilt für einen jeden Einzelnen von uns. Vertrauen haben und nicht verzagen ist eine innere Einstellung, die wir erringen müssen. Dazu will uns auch Gott helfen, dass wir den richtigen Weg immer wieder finde sowohl im persönlichen Leben als auch in der großen Gemeinschaft etwa unseres Volkes oder gar der ganzen Erde mit ihren vielfältigen Völkerschaften. Wir leben heute nicht mehr im kleinen Rahmen etwa unserer Stadt oder Dorfgemeinschaft oder in der Schicksalsgemeinschaft eines Volkes, sondern die ganze Erde ist letztlich zu einer großen Einheit geworden trotz aller Vielfalt der Kulturen und ihrer Religionen. Diese multikulturelle und multireligiöse Welt aber darf uns nicht erdrücken, sondern wir sind gemahnt miteinander friedlich und brüderlich zu leben und zu handeln.

Da brauchen wir wirklich dieses Vertrauen, das Gott uns hier anbietet und das uns durch Jesus Christus besonders gesagt ist. Nehmen wir deshalb diese Jahreslosung für uns selbst zum Trost, nehmen wir sie als Bekenntnis für und in unserem Leben. Wir werden dann auch in dem kommenden Jahr bestehen können, auch wenn neue Wirrnisse auf uns zukommen. Befehlen wir alles Gott und unserem Heiland Jesus Christus an, dann werden wir den rechten Weg finden und auch gehen können!

Ekkehard Herrmann, BVEA

 

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