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Archiv 2002-1  - Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 1-2002


 
Evangelische ArbeitsGemeinschaft Bayern

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In`s Stammbuch für dieses Jahr

Wir wollen eine Reform, aber nicht die Zerschlagung des Solidarsystems

Neben den außen- und innenpolitischen Ereignissen bedingt durch die Terroranschläge vom 11. September und die Gegenmaßnahmen, die hohe Anforderungen an unsere "freiheitlich demokratische Grundordnung" stellen, ist es die wirtschafts-, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Situation, die uns auch in den vergangenen Monaten wieder - und mehr - Sorge gemacht hat.

Herausgreifen möchte ich hier unsere sozialen Sicherungssysteme, die mehr und mehr in Gefahr geraten auf dem "Altar des Goldenen Kalbes" geopfert und zum Spielball knallharter kapitalistischer Interessen zu werden.

So verfolgen wir ganz aktuell mit großer Sorge diese Diskussion mit all den kuriosen Vorschlägen der Lobbyisten auf Kosten der Versicherten ihren "Selbstbedienungsladen" mit dem Ziel aufrecht zu erhalten, dieses noch im Grundsatz bestehende soziale System zu stürzen und daraus aussteigen zu wollen.

Dabei ist es kaum zu begreifen, dass die politisch Verantwortlichen nicht in der Lage sind ihrer Verantwortung für die Erhaltung einer der wichtigsten Säulen unserer sozialen Sicherung gerecht zu werden.

Für uns als Evangelische Arbeitsgemeinschaft für soziale Fragen muss klar sein: Wir wollen eine Reform, aber nicht die Zerschlagung unseres bewährten Solidarsystems!

Wir wollen eine Reform des Gesundheitswesens, die die medizinisch notwendige Versorgung für alle Kranken gewährleistet , die die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken beibehält und stärkt, die die Parität der Finanzierung und somit die Mitverantwortung der Arbeitgeber sicherstellt, die den Leistungserbringern und -anbietern ihre Grenzen aufweist und die die soziale Selbstverwaltung stärkt. Wir erteilen allen Gedankenspielen für eine zusätzliche private Versicherung" (siehe Rentenreform), für "Wahlleistungen auf Abruf eine klare Absage, weil wir davon überzeugt sind, dass genügend Reserven vorhanden sind um unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu erhalten und noch weiter zu entwickeln.

Wir wollen und dürfen uns nicht damit abfinden, dass das schon früher oft gebrauchte Zitat "Weil du arm bist musst du früher sterben" zur Realität wird.

Dabei können wir aus der Geschichte lernen und erfahren, wie Menschen vor 100 Jahren unter viel schwierigeren Umständen für dieses soziale System gekämpft haben.

Es gibt noch keine von Gott offenbarte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, aber wir können feststellen, ob diese oder jene Ordnung der von Gott gegebenen Menschenwürde entspricht und wir müssen darüber wachen, dass die Menschenrechte gewahrt und gültige Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung nicht untergebuttert werden.

Roland Steuerwald, EAG Bayern

Mach mal 'ne Pause

 

 

 

 

 

            Roland Steuerwald


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