Sie sind hier:  BVEA "Archiv 4-2001 / RAKÜ - Kontakte ins Baltikum ausgebaut"
Zurück ] [ Willkommen ] [ Nach oben ] [ Weiter ]

 Suche:


Archiv 2001  - Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 4-2001

RAKÜ Hamburg

Kontakte ins Baltikum aufgebaut

RIGA

Der Verein zur Förderung internationaler Beziehungen in der Jugend- und Erwachsenenbildung Hamburg (RAKÜ), besuchte die Stadt Riga zu ihrer 800-Jahr-Feier

Die Reise war ein erstes Treffen mit Letten zur Erweiterung der RAKÜ-Kontakte im Baltikum. Lettland soll in Zukunft ein weiteres Aufgabengebiet im nordöstlichen Europa werden. Nach Estland ist dies der zweite baltische Staat mit dem wir einen Jugendaustausch aufbauen.

Bild von Eva-Maria Kramer
Nicht zu übersehen: die Partnerstadt ist Bremen.

oben rechts: Riga hatte sich ganz auf internationale Gäste eingestellt.

rechts: Imposant die Trachtenmeile, eine ganze Straße voll von Tänzern und Sängern.

Riga, von einem Bremer Mönch gegründet besticht sogleich mit dem Flair einer alten Hansestadt. Die Partnerstadt Bremen ist mit seinem Roland und den Stadtmusikanten im Stadtbild nicht zu übersehen. Der alte Stadtkern hat die Kriege einigermaßen überstanden und wird jetzt vehement in einen tourismustauglichen Zustand gebracht. Im Gegensatz zu Tallinn in der Nachbarrepublik Estland ist Riga größer, erscheint nicht so herausgeputzt, sondern beeindruckt mit pulsierendem Großstadtleben und noch unfertigen Ecken und Kanten. Lettland hat seit der Selbstständigkeit mit mehr Problemen zu kämpfen, so wohnen in der Hauptstadt z. B. mehr Russen als Letten. Eine rigorose Ausgrenzung wie in Estland ist gar nicht möglich.

Als Anlaufstelle neben den vielen Höhepunkten zur großen Feier in Riga, auf der zwei Millionen Besucher zu verzeichnen waren, gab es in Riga die deutsche evangelische Kirche. Hier ist Pastor Mathias Burckhardt, ein junger Mann aus der Landeskirche Braunschweig, in der Jugendarbeit sehr engagiert tätig.

Die Mitglieder seiner Kirchengemeinde sind voll von Lob über seine Tätigkeit in Riga und den dazugehörigen Gemeinden. Von seinen Vertretern, Pastor von Schröder und Pastor Pfeiffer und der ganzen Gemeinde wurden wir mit Interesse empfangen.

In den Gesprächen hörten wir, dass dort regelmäßig Hilfspakete von den Johannitern aus Hamburg eingehen, was unsere Ruth besonders begeisterte. Sie packt diese Pakete mit ihren Kolleginnen in Hamburg und bringt sie auf die Reise nach Riga.

Wie der Gemeindevorsteher erklärte, war für die große Deutsche Gemeinde in Riga der Abschluss der Ostverträge in den 80er Jahren ein Drama. Innerhalb eines halben Jahres hatten fast alle deutschstämmigen Mitglieder die Koffer gepackt und waren in die Bundesrepublik ausgereist. So verloren die deutschen Christen ihre Selbstständigkeit, kooperieren aber sehr gut mit der lettischen Nachbargemeinde.

Gruppe - Bild Eva-Maria KramerDie Gastgeber waren von der Idee des RAKÜ sehr erfreut und hoffen auf bleibende Kontakte, besonders auch um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, etwas von Deutschland kennenzulernen.

Unter den Mitreisenden gibt es einige, die schon einen regen Briefwechsel mit den neu gewonnenen Freunden führen.

Wir hoffen, Herrn Burckhardt im nächsten Jahr mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher bei uns in Hamburg begrüßen zu können.

Ein weiterer Punkt sollte ein Gespräch mit den Kollegen der lettischen Eisenbahn sein. Der Leiter Infrastruktur der Generaldirektion sowie der Leiter der Abteilung internationale Beziehungen und seine Assistentin beantworteten alle unsere Fragen zur Arbeitslage in Lettland und der allgemeinen Situation in der Lettischen Bahn gegenüber den Europäischen Schienengesellschaften. Der Blick auf das Verkehrswesen verdeutlicht ein Dilemma. Die Beziehungen der baltischen Staaten untereinander sind nicht so gut, wie man im Westen meint. So legt die lettische Bahn lieber die Strecke nach Tallinn still um die Güter durch Russland zu führen. Da gibt es noch viel zu tun.

E.-M. Kramer, RAKÜ Hamburg

nach oben


Willkommen-Bundesverband-Vorstellung-Vorstand-Geschäftsstelle-Impressum-Landesverbände-TermineBVEA Rundschau-BVEA Aktuell-"Links"-
Inhaltsverzeichnis in Listenform-BVEA-Archiv

Der BVEA ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich


Adresse bis 31.12.2006:  BVEA- Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
 Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte, E-Mail: aus spam-gründen mail-adresse als bild

Aktuell:BVEA - Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
Alfredstraße 53 - 45130 Essen
Tel.: 0201 770392 - Fax: 0201 777950 - mail:bvea-mail-aus spam-gründen nur als bild