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Archiv 2001  - Rundschau der Evangelischen Arbeitnehmer Ausgabe 4-2001 - Ekkehard Herrmann, Bundesverbandspräses - Jesus Christus"

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Hebräer 13, 8

Wir gehen wieder auf das Weihnachtsfest zu und fragen uns, was es uns bringen wird und uns in diesem Jahr 2001 bedeutet. Alljährlich sollten wir uns neu auf die tiefe Bedeutung dieses Festes besinnen. Die ersten Christen feierten es nicht, für sie gab es nur ein großes Fest, nämlich Ostern, die Auferstehung Jesu. Erst ab dem 4. Jahrhundert hat man dann auch das Geburtsfest Jesu begangen. Ursprünglich bereitete man sich auf dieses an den acht vorausgehenden Sonntagen vor, heute sind davon die vier Adventssonntage geblieben. Stille, geschlossene Zeit nannte man diese Wochen, die besinnlich und im Blick auf die Geburt des Heilandes und Erlösers begangen wurden.

Wenn wir heute über die Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem nachdenken, dann empfinden wir diese Geburt eigentlich als ein großes Geheimnis. Im 2. Kapitel des Lukasevangeliums wird uns alles geschildert. Begleitet ist die Geburt von fast unvorstellbaren Ereignissen. Da erscheinen nach der Geburt auf dem Feld den Hirten die Engel und verkünden die Geburt des Erlösers. Die Hirten gehen hin zum Kind und beten es an. Schließlich kommen die drei Weisen aus dem Morgenland, bringen ihre Gaben und verehren es als den Erlöser der Welt. Ein breiter und ausführlicher Bericht. Doch dann schweigen die Quellen. Nach der Flucht nach Ägypten und dem Kindermord in Bethlehem (Matthäus 2) erfahren wir erst wieder vom 12- jährigen Jesus, der im Tempel zu Jerusalem bei den Gelehrten bleibt, während seine Eltern in die Heimat nach Nazareth zurückkehren. Die Geburt wird auch zeitlich gut festgelegt. In der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus, der ersten großen Friedenszeit im Römischen Reich, wird Jesus geboren. Diese Geburt ist wirklich das Eintreten des Göttlichen in diese Welt. Er wird armselig geboren, als Glied eines damals verachteten Volkes, aber angekündigt durch fast acht Jahrhunderte durch die Propheten im Alten Testament. Diese mussten sich immer wieder mit dem Volk auseinandersetzen und verkündeten in den Notzeiten, besonders in Kriegstagen, das Kommen des Erlösers, des "Messias", des "Gesalbten Gottes", also einen "König", der mehr ist als alle irdischen Könige. Wohl vor allem die Hirten, damals ein verachteter Berufsstand, und die vielen Armen und Unterdrückten im Lande haben seine Geburt und sein Wirken tatsächlich als Erlösung und Rettung empfunden!

Gehen wir nun in unsere Zeit, dann müssen wir sagen: Auch wir bräuchten heute einen solchen Retter, der in göttlicher Vollmacht zu uns spricht und uns den Weg weist, den wir als Menschen und Christen in dieser Welt gehen sollten. Die terroristischen Ereignisse in den USA, ihre kriegerischen Folgen und auch sonst die vielen Nöte auf dieser Welt haben uns deutlich gemacht, wie verworren eigentlich die Lage der Menschheit ist. Schauen wir in die damalige Zeit, wie Jesus das Heil verkündet. Als Johannes der Täufer, gefangen auf der Feste Machaerus, anfragt, ob er der Gesandte Gottes sei, antwortet Jesus (Matthäus 11, 4-6): "Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr seht und hört: die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein und die Tauben hören, die Toten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, der sich nicht an mir ärgert".

Begleitet ist die Geburt von fast unvorstellbaren Ereignissen

Hier geschieht eine Öffnung hin zu einem Leben, das wir uns nicht vorstellen können, das wir evtl. sogar als Utopie abtun möchten. Im Grunde genommen werden in dieser Heilsbotschaft auch alle Probleme und Nöte unserer Zeit mit eingeschlossen. Das Schwierige und Tragische in unseren Tagen ist nur, dass die Menschen einfach nicht hören wollen oder können, sie verharren in ihrer geistigen Selbstgefälligkeit und ihrem Hochmut, den sie als Fortschritt und Befreiung von irgendwelcher Bevormundung verstehen. Alles will man selbst tun, Fragen der Zeit allein aus dem eigenen Denken und Verstehen lösen und so eine gute Zukunft schaffen. Aber leider steht wie zu den Zeiten Jesu auch bei uns Tyrannis und Herrschsucht im Vordergrund, Menschen sind Masse und Manövriergut, das entsprechend den eigenen Wünschen und Leidenschaften manipuliert wird. Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringt, vor allem nach den Ankündigungen eines "Krieges" gegen die Terroristen, der immer in der Gefahr steht, zu einem wirklichen Weltkrieg zu entarten. Helfe der Heiland hier, dass ein guter und nicht ein menschenverachtender Weg gefunden wird!

Dieses Weihnachtsfest aber sollte uns gemahnen: Sehen wir dieses Kind, sehen wir diesen Heiland, der uns geschenkt wurde und uns den Willen Gottes über uns verkündete. Dieser aber heißt nicht Hass, Terror, Kampf und Leidenschaft gegen die Menschen, sondern Friede und Erbarmen, göttliche Liebe und Vergebung auf dem Weg zu einer Welt, die von Gott und dem Heiland Jesus Christus bestimmt wird.

Wir sollten uns diesem Kind hingeben, denn es hat uns ein Fenster geöffnet hin zur Ewigkeit, der Größe und Liebe Gottes! Sehen wir uns doch als Menschheit wie in einem Haus, in dem leider auch Zwietracht und Hass herrschen. Nun aber wird ein Fenster aufgestoßen und wir dürfen sehen, dass dies nicht die einzige Welt ist, sondern dass draußen auch noch eine andere ist, in der Liebe und Vergebung herrschen. Diese sollten wir als erstrebenswert ansehen und uns vornehmen, mit diesem Heiland, dessen Geburt wir feiern, zu leben. Sein Wort und seine Maßstäbe, die Gottes sind, wollen wir uns zu Herzen nehmen und zum Vorbild unseres Lebens machen. Sicher tut sich das Geheimnis der Geburt unseres Heilandes dann auf und wir erkennen, was hier unser himmlischer Vater für uns getan hat.

Weihnachten ist ein guter Neuanfang, sehen wir das Fest in diesem Sinne und richten wir uns auf Jesus Christus aus, dann ist bei uns wirklich Weihnachten!

Ekkehard Herrmann, Bundesverbandspräses  

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