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Vollbeschäftigung ist machbar!!!

Alle waren einverstanden, geschehen ist nichts! Strategiebündel darf nicht länger ignoriert werden.


Grund für die hohe Arbeitslosigkeit ist vor allem die zu geringe Zahl von Arbeitsplätzen. Evangelischen Arbeitnehmern ist es unverständlich, warum ein lange bekanntes Strategiebündel des IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg "Wege zur Vollbeschäftigung", nicht endlich umgesetzt wird.

Wir fordern die Bundesregierung und die Tarifpartner auf,
endlich die Weichen in der Arbeitsmarktpolitik entsprechend zu stellen.
Es muss gehandelt werden. Jetzt!

Hoher Beschäftigungsstand ist in unserer sozialen Marktwirtschaft ein realistisches und erreichbares Ziel. Die Erreichung dieses Ziels muss in unserer Gesellschaft in allen Verbänden, Gruppierungen, Parteien und Kirchen gemeinschaftliches und vorrangiges Anliegen sein.

Nur hoher Beschäftigungsstand ist auch ein Garant für soziale Sicherheit in Deutschland. Der maßgebliche Faktor um dies zu erreichen ist die Förderung des Wirtschaftswachstums. Wirtschafts-? und Arbeitsmarktsituation sind nicht zu entkoppelnde Umstände. Kurzfristige, von ideologischen oder wirtschaftlichen Interessen geprägte Einzelmaßnahmen sind in diesem Zusammenhang eher hinderlich. Nur ein Bündel von langfristigen und koordinierten Strategien birgt die Möglichkeit, nachhaltig eine Erhöhung des Beschäftigungsstandes zu erreichen. Zielrichtung dieses Strategiebündels kann aber nur die Förderung von Erwerbsarbeit sein.

Der Abbau der Staatsverschuldung und die Sicherung der Staatshaushalte führen zu stabilen Grundvoraussetzungen. Diese Beständigkeit lockert Einschränkungen in der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Nachfolgend erhöhen steuerliche Entlastungen die private Konsumnachfrage.

Durch Senkung der Lohnnebenkosten müssen die Lohnkosten bezahlbar gemacht werden. Lohnkosten bzw. Arbeitskosten müssen für die Unternehmen und für die private Nachfrage (Dienstleistung, Handwerk, usw.) attraktiver werden.

Eine fantasievolle Tarifpolitik muss für beide Seiten andere Formen der Entlohnung zulassen und sollte durch eine Beteiligung der Arbeitnehmer an Vermögen und Ertrag flankiert werden (Investivlohn). Nicht zuletzt geht es dabei auch um eine mit der Vermögensbeteiligung verbundene Mitsprache in einer kooperativen Gesellschaft der Zukunft.

Die Aufteilung von Arbeitszeit führt zu mehr Teilhabern an Erwerbsarbeit. Möglichkeiten dazu sind: Einheitliche Arbeitszeitverkürzung, Förderung der Teilzeitarbeit, Abbau von Überstunden.

Existenzgründungen und Unternehmens-Neugründungen sollten in höheren Maßen gefördert werden. Die Finanzierung dieser Maßnahmen muss von staatlicher Seite und in der Risikobereitschaft in der Finanzwirtschaft mehr Akzeptanz finden.

Die Qualifikation der Menschen in der Arbeitswelt und dadurch die Qualität und Produktivität ihrer Arbeit erzeugt einen großen Vorteil der Bundesrepublik im globalen Wirtschaftssystem. Diesen Vorteil gilt es in jedem Fall durch gezielte Förderung in der beruflichen Aus? und Weiterbildung zu erhalten und gegebenenfalls sogar noch zu steigern.

Um den Anreiz zur Umverteilung von Arbeitszeit zu schaffen ist es nötig, die Anerkennung der Arbeit in der Familie zu fördern. Intelligente Teilzeitkonzepte, Aufrechterhaltung von beruflicher Qualifikation auch in Erziehungsphasen und generelle Bemühungen, Frauen den beruflichen Aufstieg zu erleichtern, sind vonnöten.

Ein verschärftes Augenmerk und besondere Fürsorge ist gerade von Seiten der christlichen Arbeitnehmerverbänden auf die Gruppe von geringqualifizierten oder bedingt leistungsfähigen Arbeitnehmern zu richten. Gerade in diesem Bereich ist ein Wegfall von geeigneten Arbeitsplätzen zu beobachten. Bei der Vorrangigkeit der Schaffung von Erwerbsarbeit auch im Niedriglohnsektor sind für diese Gruppen Möglichkeiten von subventionierter Beschäftigung zu ermöglichen, d.h. es muss einen größeren Anreiz im Arbeitgeberbereich geschafft werden geeignete Arbeitsplätze wieder einzurichten.

Bei Anwendung aller dieser Strategieteile und bei größtmöglichem Konsens in allen Gruppierungen unserer Gesellschaft ist ein sehr hoher Beschäftigungsstand in der Bundesrepublik möglich. Dies muss vorrangiges Ziel zur Erhaltung des sozialen Friedens in der Bundesrepublik sein.

Wirtschafts- und Sozialpolitischer Ausschuss des BVEA auf Basis der "Wege zur Vollbeschäftigung" des IAB, Nürnberg

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