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Aktive Sterbehilfe

Sind wir auf dem Weg in die totale Unverbindlichkeit?

Bild Stilleben - Matthias Gehlhar Du sollst nicht töten. 2. Mose 20, 13

Die Niederlande haben unter bestimmten, festgelegten Umständen die aktive Sterbehilfe freigegeben. Starke Proteste dagegen nicht nur in Deutschland vor allem von den Parteien und den Kirchen waren die Reaktion. Aber eine Umfrage unter der Bevölkerung - so wird berichtet - hat ergeben, dass die Mehrzahl der Menschen bei uns sich auch für eine solche Hilfe zum Sterben ausgesprochen hat. Es ist wohl nötig, diese Problematik einmal von der biblisch-theologischen Seite her zu betrachten.

Sieht man dies alles zusammen, so wird deutlich, dass im Denken der Menschen heute nicht nur eine geistige Verarmung, sondern auch eine Vergröberung des Empfindens und des Gewissens fortschreitet. Vieles, was früher als unmöglich galt, wird heute wie selbstverständlich hingenommen. Nicht nur der Glaube mit seinen Grundsätzen, sondern unsere gesamte Kultur mit ihren Äußerungen und Maximen steht in unseren Tagen auf dem Spiel. Die Freigabe der aktiven Sterbehilfe ist ein solcher Wegstein auf dem Weg in die totale Unverbindlichkeit ohne jede Stütze etwa vom Glauben oder von der Kultur her.

Mag es jetzt auch etwa weit hergeholt sein, aber der Weg von der Tötung unheilbar Kranker hin zur Vernichtung älterer Menschen, die nur noch im Wege sind und unter einem Vorwand von Krankheit dann beseitigt werden, ist nicht weit. Wer zu alt ist und der Allgemeinheit nur noch zur Last fällt, der muss weg. Wollen wir so weit kommen?

Albert Schweitzer hat uns die "Ehrfurcht vor dem Leben" gelehrt. Er schildert selbst, dass er auf einem afrikanischen Fluss auf einem Schiff unterwegs war, als dieses wegen vieler Flusspferde nicht vorankam. Daraufhin griff die Mannschaft des Schiffes zu den Gewehren und man schoss sich den Weg frei. Der Fluss war rot vom Blut der Tiere. Hier formulierte Albert Schweitzer den Begriff "Ehrfurcht vor dem Leben". Wenn man dieses bei Tieren haben soll, wie viel mehr bei den Menschen! Besinnen wir uns darauf, dass jedes Leben seine besondere Würde hat, von Gott gegeben, und achten wir diese. Leben ist Geschenk und kein Mensch hat das Recht, Leben zu manipulieren oder gar zu vernichten, wie auch immer die Begründungen sind, die für solches Handeln vorgebracht werden, denn

"Der Jünger ist nicht über seinem Meister noch der Knecht über dem Herrn." (Matth. 10,24).

Heilen, Schmerzen lindern, in Würde sterben lassen, das dürfen wir. Aber Leben zerstören oder bewusst beenden, das verstößt gegen Gottes Gebot und Willen!

Ekkehard Herrmann, Bundesverbandspräses des BVEA
 

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