Sie sind hier:  BVEA "Archiv 4-2000 / BVEA Arbeitnehmertagung - Schulterschluss mit DGB - Denkansätze zu mehr sozialer Sicherheit"
Zurück ] [ Willkommen ] [ Nach oben ] [ Weiter ]

 Suche:

Archiv 1-2000 / Gesucht! Geschichte der Evangelischen Arbeiterbewegung ] [ Archiv 2-2000 / Berichte zum Delegiertentag 2000 ] [ Archiv 3-2000 / Rundschau 3/00 Rentenreform Hauptartikel ] [ Archiv 4-2000 / Christ und Staat - ein schwieriges Verhältnis - Ekkehard Herrmann ] [ Archiv 4-2000 / BVEA Arbeitnehmertagung - Schulterschluss mit DGB - Denkansätze zu mehr sozialer Sicherheit ] [ Archiv 4-2000 / Menschliche Grundwerte verteidigen ] [ Archiv 4-2000 / Nie wieder! Staat hat das Recht sich gegen radikale Gruppen zu schuetzen ] [ Archiv 4-2000 / Sozialstaat im Wettbewerb ] [ Archiv 2-2000 / Rentenreform ] [ Archiv 3-2000 / Betriebsverfassungsgesetz ]


Schulterschluß mit dem DGB

Denkansätze zu mehr sozialer Sicherheit

Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen tagte in Hilchenbacher Gymnasiums-Aula

"Globalisierung: Wo bleibt die soziale Sicherheit?" - Mit dieser Frage befassten sich die 150 Teilnehmer der 2. Arbeitnehmertagung des Bundesverbandes Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA). Nahezu alle Landesverbände waren mit Delegierten vertreten. Der BVEA ist die einzige gewählte evangelische Vertretung in der Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger und stellt über 100 ehrenamtliche Arbeits-, Finanz- und Sozialrichter. Er sieht seine Aufgabe in der Umsetzung evangelischer Sozialethik im Wirtschaftsleben.

Nach dem theologisches Grußwort von Pfarrer Klaus Dombrowski von der EAB in NRW, in dem er auf die Selbstverantwortung des Einzelnen und die Bereitschaft zur Hilfestellung für Schwächer gestellte einging, widmeten sich anschließend der stellv. EAB-Landesvorsitzende NRW, Conrad Paetz, der Tagungsthematik. Die Arbeitnehmertage, so Paetz, dienten der Besinnung auf die gemeinsamen Grundlagen und der Erarbeitung von Wünschen und Erwartungen seitens des Verbandes an Gesellschaft, politische Parteien und den Deutschen Bundestag. Er begrüßte zwar den erfolgreichen Anfang der Steuerreform, bemängelte aber, dass bei genauerem Hinsehen die Vielverdiener stärker entlastet würden als die Arbeitnehmer.

"Christliche Arbeitnehmerarbeit in veränderten Strukturen", das Grußreferat der stellv. Bundesvorsitzenden Cornelia Burkert, glich sich thematisch an Paetz' Ausführungen an. Die starken gesellschaftlichen Veränderungen brächten häufig Verlustängste mit sich, die nicht ganz unbegründet seien. Im Zuge der Globalisierung und ihres starken Einflusses auf große Wirtschaftszusammenhänge verliere der Nationalstaat als Regulativ zunehmend an Bedeutung. Die geringen Einflussmöglichkeiten für den Einzelnen seien vor allem nach der letzten Bundestagswahl deutlich zutage getreten. Es gelte, in Zeiten zunehmender Orientierungslosigkeit mit den christlichen Werten Eckpfeiler in den Boden zu rammen mit dem Ziel, das Wohl des Menschen zum Ziel wirtschaftlichen Handelns zu machen.

In seinem Impulsreferat "Globalisierung und soziale Sicherheit" forderte Dr. Wolfgang Uelenberg van Dawen vom DGB, dass in wirtschaftlichen Prozessen die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen vor der Profitmaximierung zu stehen habe. Zwar erteilte er der Idee einer Wertschöpfungsabgabe eine Absage, forderte jedoch die Schließung so genannter "Steuer-Oasen", eine Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes, damit auch in kleineren Betrieben einfacher Betriebsräte gewählt werden könnten.

Einstimmig verabschiedete die Versammlung anschließend zwei Resolutionen. Die eine wurde von Peter Wagener, einem Vorstandsmitglied im EAN-Landesverband Baden, vorgestellt. Sie forderte die Zurücknahme der Budgetkürzungen der dortigen Landeskirche. Der zweite Antrag, vorgestellt vom BVEA-Geschäftsführer Matthias Gehlhar, ersucht die Bundesregierung und die Bundestagspartelen, bei der geplanten Rentenreform das Beitragsaufkommen jeweils zur Hälfte für Arbeitgeber und -nehmer zu belassen und das Niveau der Renten nicht in die Nähe der Sozialhilfe abzusenken. Zur weiteren Finanzierung der Renten wurde eine Wertschöpfungsabgabe gefordert, durch die die Bemessung der Arbeitgeberanteile nicht länger nur nach den Lohnkosten, sondern auch nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen erfolgen soll.

In einer Podiumsdiskussion wurden "Reformen der Bundesregierung und ihre Auswirkungen auf die Parität am Beispiel der Rentenreform" diskutiert. Schwerpunkt des Gesprächs von Cornelia Burkert (BVEA), Roland Walther (kda), Michael Foitlinski (EAB NRW) und Uwe Schummer (CDA) waren das Pro und Kontra der Wertschöpfungsabgabe und des InvestivLohnes.

ausSiegener Nachrichten
nochmal lesen - zum Seitenanfang

 WillkommenBundesverband  -  Vorstellung  -  Vorstand  -  GeschäftsstelleImpressum - Landesverbände - TermineBVEA RundschauBVEA  Aktuell"Links"
Inhaltsverzeichnis in Listenform - BVEA-Archiv  

Der BVEA ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich


Adresse bis 31.12.2006:  BVEA - Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
 Auguststr. 80, 10117 Berlin - Mitte, E-Mail: aus spam-gründen mail-adresse als bild

Archiv: BVEA - Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
Alfredstraße 53 - 45130 Essen
Tel.: 0201 770392 - Fax: 0201 777950 - mail:bvea-mail-aus spam-gründen nur als bild 

Aktuell: ©BVEA Internetseiten 2001-2014 Deutschland | Stand 18.04.2014
Der BVEA ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich - siehe Impressum | Nachdruck und andere Veröffentlichungen der Artikel und Bilder sind nur nach vorheriger Genehmigung des BVEA erlaubt!
BVEA - Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V.
Bundesvorsitzender Wolfgang Schimmel
E-Mailadresse: bvea@bvea.de