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Berichte zum Delegiertentag des BVEA


Aufnahme des neuen bayerischen Verbandes EAG
Neugründung von Evangelischen Arbeitnehmerschaften in Niedersachsen

Auf der Delegiertenversammlung des BVEA am 26.02.00 in Fulda verabschiedeten die Delegierten unterschiedliche politische Forderungen. Die Vertreter aller evangelischen Arbeitnehmerverbände in Deutschland, geeint unter dem Dach des BVEA trafen sich in der Rhön zu ihrer zweiten ordentlichen Delegiertenversammlung.

Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Die Geschicke des Verbandes nimmt ab sofort Werner Schlegel, Landesvorsitzender der Evangelischen Arbeitnehmerschaft (EAN) Baden, in die Hand. Ihm wurde mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Ein eben solches überragendes Ergebnis erreichte HansJoachim Bieletzki, Landesvorsitzender der EAN Berlin-Brandenburg als neuer Beisitzer des Vorstands. Somit hoffen wir in naher Zukunft mit einem schlagkräftigen Vorstand die Interessen der uns angeschlossenen Landesverbände vertreten zu können.

Des Weiteren wurde die Neuaufnahme der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für soziale Fragen (EAG) mit großer Mehrheit beschlossen. Dieser bayerische Verband sitzt mit seinen Delegierten in unterschiedlichen Vertreterversammlungen der Sozialversicherungsträger und stellt eine hohe Anzahl an ehrenamtlichen Richtern in Sozial-, und Arbeitsgerichte& In Südniedersachsen gründen sich neue Evangelische Arbeitnehmerschaften. Die Delegierten nahmen dies mit Genugtuung zur Kenntnis, da offensichtlich ein hohes Bedürfnis in unserer Gesellschaft besteht christlichen Werten auch in der Arbeitswelt Gewicht zu verleihen.

Die Vertreter der anwesenden 19 Organisationen evangelischer Arbeitnehmer in der Bundesrepublik machten deutlich, dass sie als ehrenamtlicher Verband von unserer Kirche nicht die notwendige Unterstützung erhalten. Ziel der Organisation wird es also in naher Zukunft sein, die Synodalen unserer Kirche davon zu überzeugen, dass Arbeitnehmerarbeit gerade in der heutigen Zeit der fehlenden Vorbilder und Strategien, ein wichtiges Baustein für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist.

Unter dem Thema "Evangelische Arbeitnehmerorganisationen und ihr Einfluss auf die Politik" hielt Walter Link, stellvertretenden Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), ein Impulsreferat. Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass nicht nur in der Rückschau auf die Arbeitnehmerpolitik der letzten 16 Jahre erhebliche Differenzen bestehen, sondern auch unterschiedliche Vorstellungen über Arbeitsmarktpolitik in der Zukunft bestehen. Während der konservative Flügel der anwesenden Delegierten Walter Link zustimmen konnte, dass der Investivlohn und die bisher vorgeschlagenen Modelle eine erhebliche Entlastung für den Arbeitsmarkt bringen könnte, setzt ein Großteil der Delegierten auf konsequente Anwendung der bisher vorhandenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente.

Einig war man sich, dass die christlich-ethischen Vorstellungen in der Politik wieder eine maßgebende Rolle spielen müssen, da wir sonst den solidarischen Gedanken unserer Gesellschaftsorganisation verspielen.

Die Delegiertenversammlung zeigte, dass der von allen Seiten geforderte Dialog ein schwieriges Unterfangen ist. Traditionelle Gräben zwischen den politischen Richtungen müssen erst mühsam geschlossen werden. Das Problem der Massenarbeitslosigkeit ist nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung und einer ideologiefreien Diskussion lösbar.

Fulda im Februar 2000  

Werner Schlegel aus Baden lenkt die Geschicke von 50.000 evangelischen Arbeitnehmern

Die Delegiertenversammlung der 19 Landesverbände des BVEA hat Werner Schlegel mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Werner Schlegel, schon seit Jahren als Vorsitzender des Landesverbandes Baden tätig, tritt die Nachfolge von Karin Koessling, Berlin, an.

Werner Schlegel machte in seiner Antrittsrede deutlich, dass es in Zukunft darauf ankommen wird, christliche Positionen bei den Veränderungen unserer Gesellschaft zu verteidigen. Der Umbau unseres Sozialsystems darf keinesfalls nur auf den Schultern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden. Für die Zukunft fordert er eine intensivere Zusammenarbeit der Arbeitnehmerverbände beider christlicher Konfessionen und einen intensiveren Austausch mit den politischen Parteien in unserem Land. Das gemeinsame Wort der Kirchen ist eine sehr gute Grundlage, um auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren.

Neben Werner Schlegel als neuen Bundesvorsitzenden wurde HansJoachim Bieletzki, Landesvorsitzender der EAN Berlin-Brandenburg, als neuer Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Stichwort: Massenarbeitslosigkeit

Antragsteller: Evangelische Arbeitnehmerschaft - Landesverband Braunschweig an die Parteien

Seit Jahren beteuern alle demokratischen Parteien, dass die anhaltende Massenarbeitslosigkeit bekämpft werden muss, ohne dass diesen Worten Taten folgen.

Wir sehen darin einen der Gründe für Parteienverdrossenheit und mangelnde Glaubwürdigkeit der Politik, die sich seit Jahren in sinkender Wahlbeteiligung zeigen.

Wir bitten die Parteien daher dringend um Auskunft, welche konkreten Maßnahmen geplant sind, um zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

Wir sind der Überzeugung, dass auf dem profitorientierten Arbeitsmarkt nur begrenzt neue zusätzliche Arbeitsplätze entstehen können. Wir halten daher für notwendig, einen ergänzenden Arbeitsmarkt aufzubauen, der kostendeckend arbeitet. In der EKD-Studie "Arbeit für alle" sind Strukturen und Aufgaben dieses "öffentlich geförderten Arbeitsmarktes" skizziert. Wie sehen Sie dieses Projekt für neue Arbeit, was wollen Sie zu seiner Verwirklichung tun oder welche Alternativen wollen Sie realisieren?

Wir hoffen, dass hier bald deutliche Maßnamen getroffen werden.o

Stichwort: Die Gefahren der Globalisierung und Großfusionen

Antragsteller: Evangelische Arbeitnehmerbewegung - Landesverband Nordrhein Westfalen

Die Evangelischen Arbeitnehmer des BVEA erwarteten von der Bundesregierung und den Bundestagsparteien, die Gefahren durch die ausufernde Globalisierung der Wirtschaft und die wachsende Zahl von Großfusionen daraufhin zu überprüfen, wie eine Gefahr von großen Zusammenbrüchen in der Wirtschaft und der Verlust von Arbeitsplätzen vermieden werden kann.

Es müssen rechtzeitig Rahmenbedingungen geschaffen werden, die wirtschaftliche und soziale Gefahren vermieden können. Es ist einfach eine neue Form des wirtschaftlichen Imperialismus. Gleichzeitig werden dadurch nationale, soziale Rahmenbedingungen und Gesetze zu nutzlosen, zu stumpfen Waffen.

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