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Erklärung zur politischen und sozialen Lage Juni 1998

Mit großer Zustimmung verabschiedeten die Delegierten aus 18 Landesverbänden eine Erklärung zur politischen und sozialen Lage in unserem Land. Der Verband hofft mit dieser Fusion, das Gewicht und die Mitsprache verstärken zu können und unsere ethisch-sozialen Vorstellungen als Bindeglied zwischen Kirche und Wirtschaft einzubringen. Wir rufen alle gesellschaftlich relevanten Gruppen dazu auf, gemeinsam zum Nutzen der Schwachen Partei zu ergreifen.

Erklärung der Delegiertenversammlung des BVEA auf der konstituierenden Sitzung des neuen Bundesverbandes im Juni 1998, Hannover

1. Wir, die evangelischen Arbeitnehmerverbände in der Bundesrepublik Deutschland, bündeln unsere Kräfte zu einem Bundesverband mit dem Ziel, von unserem christlichen Glauben her noch nachdrücklicher als bisher Verantwortung wahrzunehmen in Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt.

Insbesondere streben wir gemeinsam an:

2. Die gegenwärtige Politik kritisieren wir vor allem in zwei Punkten mit Nachdruck:

3. Wir sehen mit Sorge, wie viele Benachteiligte unserer Gesellschaft politischen Rattenfängern, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung missbrauchen, auf den Leim gehen. Denn die demokratischen Parteien und andere verantwortliche gesellschaftliche Gruppen, wir eingeschlossen, bringen nicht die Kraft auf, sich um sie in ihren sozialen Problemen genügend zu kümmern und mit ihnen Abhilfe zu suchen für ihre Not.

Gemeinsam mit den demokratischen Parteien und Verbänden müssen wir uns politisch abgrenzen gegen die gefährlichen antidemokratischen und fremdenfeindlichen Parolen dieser Gruppierungen und ihrer ideologischen Wortführer. Gleichzeitig müssen auch wir ihnen das Wasser abgraben, in dem wir dafür sorgen, dass den Benachteiligten die Möglichkeit geschaffen wird, angemessenen Anteil am Wohlstand unseres Landes zu erwerben und Zukunftsperspektiven für ihr Leben zu entwickeln.

4. Wir begrüßen es, dass unsere Kirche, insbesondere im "Gemeinsamen Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland" klar Partei ergreift für die Benachteiligten und Schwachen in unserem Land, auch Reformen fordert, die von mehr Solidarität geprägt sind als bisher. Wir erwarten, Unterstützung von den Verantwortlichen unserer Kirche auf allen Ebenen, wenn wir versuchen, diese Ziele in der konkreten politischen Auseinandersetzung durchzusetzen. Gemeinsamen Worten müssen gemeinsame Taten folgen.

5. Wir hoffen sehr, dass es auf Bundesebene und an vielen Stellen auf Landesebene und in den Regionen zu Bündnissen für Arbeit kommt. In gleicher Weise fordern wir die Abgeordneten im Bundestag und in den Landtagen auf, Bündnisse für Arbeit, soziale Sicherung und Gerechtigkeit zu schließen und entsprechende Gesetze durchzusetzen, auch über Partei-, Fraktions- und Koalitionsgrenzen hinweg.

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